Deadline wird verschoben

US-Präsident Trump kündigte an, die Frist für die Verhandlung des Handelsabkommens mit China zu verlängern, da die Fortschritte sehr positiv seien.

25.02.2019 | Robby Erkmann

Ohne eine Verlängerung der Deadline würden am Samstag neue Strafzölle in Kraft treten. Dabei würden Waren im Volumen von 200 Mrd. US-Dollar mit 25 anstatt mit 15 Prozent besteuert werden. Durch die aktuellen Fortschritte ist es für Trump klar, dass bald ein Durchbruch erfolgen wird und ein Handelsabkommen zustande kommt. In den Gesprächen geht es vornehmlich um die Themen geistiges Eigentum, Technologietransfer, Landwirtschaft und Dienstleistungen. Demnach wird das Treffen am Freitag zwischen Trump und dem chinesischen Vize-Premier positiv verlaufen sein, da Trumps Twitter Nachricht über den positiven Verlauf der Gespräche nach dem Gespräch folgte.

Dagegen stagniert aktuell die Anzahl der aktiven Ölbohranlagen in den USA. In der vergangenen Woche gab es einen Rückgang um 4 Anlagen, auf 853 aktive Bohranlagen. Im Verlauf des bisherigen Jahres ist ebenfalls ein absoluter Rückgang zu verzeichnen, wobei das aktuelle Niveau mehr als solide ist. Im November letzten Jahres lag der Höchstwert bei 888 aktiven Ölbohranlagen. Somit wird auch das aktuelle Niveau dafür sorgen können, dass das Förderwachstum in den USA ungebremst fortgesetzt wird.

Marktlage immer stützender

Die allgemeine Situation am Ölmarkt ist mehr und mehr bullish. Im Handelsstreit zwischen China und den USA sieht es mehr und mehr nach einer Einigung aus. Die Märkte waren stets in Sorge, dass der Konflikt sich ausdehnt und das Wirtschaftswachstum so noch schwächer sein wird. Dieser Umstand wird wohl bald gelöst sein und kann dann auch den Ausblick für die Konjunktur wieder stärken. Eine Konjunkturbelebung würde auch die Ölnachfrage anheben und im Allgemeinen die ohnehin knappe Versorgungslage noch weiter verknappen. Mit einem Rückgang der Rohölpreise kann daher vorerst nicht gerechnet werden. Einzig der Ausblick für die US-Rohölförderung kann das Preisniveau aktuell etwas dämpfen. Die US-Bank Goldman Sachs hat daher das US-Produktionswachstum für das laufende Jahr auf 1,4 Mio. B/T angehoben. Alle anderen Länder werden der Prognose zufolge nur 1,9 Mio. B/T mehr Rohöl fördern. Es bleibt damit dabei, dass im Jahresverlauf die Versorgungslage erstmal knapper wird, bevor sich die Situation gegen Ende des Jahres wieder etwas entspannt.

WTI und Brent verzeichnen am Wochenanfang keine Aufwärtsdynamik, dabei bleiben die Ölpreise auf dem Niveau der letzten Woche. Brent kostet 66,97 US-Dollar pro Barrel. WTI liegt zurzeit bei 57,15 US-Dollar pro Barrel. Der durchschnittliche Heizölpreis in Deutschland liegt heute bei 69,82 Euro pro 100 Liter und ist damit etwas teurer, als letzte Woche Freitag.

Presse-Kontakt


Tel.: 040 524768-0
info@comoil.de
Kooperation