Keine weiteren Preissteigerungen

Gestern konnten die Märkte keine erneut ansteigende Rohölpreise verzeichnen. Die US-Bestände drückten auf die Preisbremse. Es gibt aber auch bullishe News.

07.11.2019 | Robby Erkmann

Für die mittelfristige Preisentwicklung ist die Entwicklung der aktiven Ölbohranlagen sicherlich nicht unbedeutend. Noch im Juni des laufenden Jahres waren in den USA knapp 800 Ölbohranlagen aktiv und waren damit auf der Suche nach neuen Förderquellen. Die in der letzten Woche veröffentlichten Zahlen von Baker Hughes haben wieder einen Rückgang aufgezeigt. Damit waren nur noch 691 aktive Bohranlagen aktiv. Das kann mittelfristig zu einer Abschwächung des Förderwachstums in den USA führen. Überlagert wird dieser Wert allerdings von der aktuellen US-Rohölförderung, die weiterhin das Rekordniveau bei 12,6 Mio. B/T halten kann. Zugleich stiegen die Ölbestände laut Energieministerium in den USA erneut an. Für letzte Woche ergaben sich dadurch Rohöllagerbestände von 446,8 Mio. Barrel, auf Wochensicht entsprach dies einer Steigerung von 7,9 Mio. Barrel. Hierzu kam die Meldung von TC Energy, dem Betreiber der Keystone Pipeline, dass die Abschaltung der Pipeline am Wochenende wieder aufgehoben werden soll. Dann könnte also die Kapazität von 590.000 B/T wieder von Kanada in die USA exportiert werden und dort zusätzlich positiven Einfluss auf die Rohölbestände nehmen.

OPEC in ungünstiger Lage

Durch die Genehmigung des Börsengangs von Aramco, dem staatlichen Ölkonzern der Saudis kam es zu einer Reihe preisstützender Äußerungen. Denn der Emissionserlös bei Börsenplatzierung ist maßgeblich von den Ölpreisen abhängig, da diese der treibende Faktor für die Gewinne des Konzerns sind. Nun kam es allerdings zu etwas milderen Aussagen bezüglich höherer Förderkürzungen. Russland hat nach langer Zeit die vereinbarten Kürzungen umgesetzt. Laut neusten Äußerungen sind diese nicht bereit weiteren Kürzungen auf der Sitzung am 5. und 6. Dezember zuzustimmen. Weiteren Kürzungen wurden auch vom Generealsekretär der OPEC eher kritisch gesehen. Kurz zuvor war seine Haltung dazu etwas positiver. Denn der OPEC-Jahresausblick offenbarte eine weiter abnehmende Nachfrage nach Rohöl. Bei gleicher weltweiter Rohölförderung würde dies eine immer besser werdende Versorgungslage bedeuten.

Der durchschnittliche Heizölpreis in Deutschland ist im Vergleich zu gestern minimal angestiegen. 100 Liter Heizöl kosten im Bundesdurchschnitt heute 68,37 Euro. Dagegen sind die Ölpreise heute Morgen minimal niedriger. Brent kostet aktuell 61,72 US-Dollar pro Barrel. Die US-Sorte WTI wird aktuell für 56,36 US-Dollar pro Barrel gehandelt.

 

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