Ölpreise dank US-Zahlen konstant

Die Aufwärtskorrektur der Rohölpreise in der letzten Woche ist erstmal abgeflacht. Die USA profitieren von der Entwicklung bei der OPEC.

20.02.2019 | Robby Erkmann

Die EIA hatte gestern den monatlichen Produktionsbericht für die US-Schieferölindustrie herausgegeben. Zurzeit betrage die Förderung in den Schieferölgebieten 8,314 Mio. B/T. Damit wurde die Schätzung der Rohölförderung im Vergleich zum Vormonat Januar um 135.000 B/T angehoben, sodass die absolute Steigerung der Ölförderung fast 200.000 B/T beträgt. Diese Entwicklung soll sich dem Bericht nach im März fortsetzen. Dann wird erwartet, dass die Ölförderung in den Schieferölgebieten nochmal um 84.000 B/T steigt. Diese Zahlen verbessern die aktuelle Versorgungslage deutlich, denn Saudi-Arabien ist weiter darauf aus, den Rohölpreis durch eine Unterversorgung des Marktes nach oben zu treiben. Gleichzeitig bleibt der Trend in den USA positiv. Denn die Anzahl der angebohrten, aber noch nicht vollends erschlossenen Ölquellen ist im Januar um 207 Stück, auf nun insgesamt 8.798 Stück gestiegen. Ein Jahr zuvor, im Januar 2018 lag dieser Wert noch bei 7.491 Stück. Ein Ausbau der Rohölförderung ist damit auch mittelfristig gewährleistet. Ein Engpassfaktor war zuletzt das Pipelinesystem zum Weitertransport des geförderten Rohöls. Nach bisheriger Einschätzung soll dieses Problem im Laufe des Jahres gelöst sein, da man aktuell die Transportkapazitäten ausweitet.

Rohölexporte niedriger als gedacht

Saudi-Arabien kürzt die eigene Rohölförderung stärker als gedacht. Doch nun gibt es auch aktuelle Zahlen zu zur Entwicklung derRohölausfuhren. Der saudische Energieminister betonte, dass man die Rohölförderung, als auch die Rohölexporte im März weiter deutlich senken wolle.  Im März soll dann nur noch 9,8 Mio. B/T gefördert werden. Gleichzeitig strebt Saudi-Arabien an, die Rohölexporte auf durchschnittlich 6,9 Mio. B/T zu reduzieren. Laut des Informationsdienstleister Kpler werden die Ausfuhren wohl schon im Februar dieses Niveau erreichen und damit früher als durch Saudi-Arabien vermeldet. Denn die Ölexporte über den Seeweg wurden bereits in der ersten Februarhälfte um 1,3 Mio. B/T reduziert. Die Versorgungslage am Markt bleibt daher weiter eher angespannt, nachdem im Januar klar wurde, wie deutlich die ÖPEC-Förderkürzungen die Versorgungslage verknappen. Die Entwicklung in den USA ist daher zu begrüßen und ein wesentlicher Faktor dafür, dass die Ölpreise nicht noch deutlicher gestiegen sind.

Die Sorte WTI kostet im Augenblick 56,16 US-Dollar pro Barrel. Die Nordseesorte Brent liegt heute Morgen bei 66,42 US-Dollar pro Barrel. Beide Sorten sind im Vergleich zu gestern nicht teurer geworden. Leicht günstiger als gestern ist der durchschnittliche Heizölpreis in Deutschland. Heute kosten 100 Liter Heizöl im Bundesdurchschnitt 70,48 Euro.

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