Ölpreise notieren im Minus

Im Vergleich zur letzten Woche ist Rohöl etwas günstiger. Der Handel wird bis im kommenden Jahr ruhiger sein. Neue Impulse dürften daher ausbleiben.

23.12.2019 | Robby Erkmann

Das Handelsinteresse lässt an den Märkten merklich nach. Positiv für die Verbraucher ist es, dass die Rohölpreise vor den Feiertagen keinen deutlicheren Preissprung nach oben absolviert haben. Aktuell wird die Marktlage als neutral eingestuft. Mit Beginn des nächsten Jahres wird dann ein neues Kapitel eröffnet. Es wird spannend weitergehen, da das Handelsabkommen zwischen den USA und China noch nicht vollends besiegelt ist. Sodann erwähnte Trump, dass es einen Durchbruch gab und der US-Finanzminister sprach von einer Unterzeichnung des Teilabkommens Anfang Januar. Allerdings bleibt abzuwarten inwiefern das erste Teilabkommen noch Wirkung am Markt entfaltet. Es ist gut möglich, dass ein Großteil der stützenden Effekte bereits eingepreist ist. Dadurch würde mit Unterzeichnung kein neues Preisbild entstehen. Dagegen dürften die Wahlen in Großbritannien positiv aufgenommen werden. Der Sieg von Johnson und seiner Konservativen Partei machen nun den Weg frei für einen endgültigen Austritt und Klarheit am Markt, wie es weiter geht. Daher ist der Wahlausgang grundsätzlich eher als preisstützender Faktor zu interpretieren.

Zudem würde ein Handelsabkommen für ein Umlenken der Warenströme sorgen können. Neusten Untersuchungen zufolge hat die EU von dem Handelsstreit profitiert, da vermehrt Investitionen in die EU flossen. Allen voran China hat sein Engagement in Europa stark ausgebaut. Dazu kamen höhere Importe in jeweils beide Länder. Unvergessen ist aber, dass die Weltwirtschaft unter dem Konflikt leidet. Daher würde Europa von einer verbesserten Konjunktur ebenfalls wieder profitieren.

Erneuerte Prognose für Rohöl

Der Prognosestand von Goldman Sachs für das Jahresende wurde von den Marktexperten mit 62 US-Dollar recht zutreffend vorhergesagt. Kurzum wird sich laut Goldman Sachs daran nicht viel ändern. In der jüngsten Veröffentlichung heißt es, dass die Rohölsorte Brent auch im kommenden Jahr um Preise von 60 US-Dollar schwanken wird. Das könnte Ende März die OPEC zu neuen exorbitanten Maßnahmen bewegen. Dann laufen die aktuellen Förderkürzungen aus. Allerdings steht im nächsten Jahr eine weitere kontinuierliche Erhöhung der Schieferölproduktion an. Ungeachtet aller Faktoren bleibt ein starker Aufwärtsschub bei den Ölpreisen eher unwahrscheinlich.

Brent kostet heute Morgen 65,90 US-Dollar pro Barrel und liegt gut 0,3 Prozent unter den Eröffnungskursen. Ebenfalls etwa 0,3 Prozent tiefer notiert das Barrel WTI mit 60,17 US-Dollar. Der durchschnittliche Heizölpreis für Deutschland ist heute leider nicht verfügbar.

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