Ölpreise starten schwächer

Mit Wochenstart können die Ölpreise ihre Rallye nicht fortsetzen. Die Rohölpreise haben mittlerweile ein angemessenes Niveau erreicht.

14.01.2019 | Robby Erkmann

Der Preiseinbruch aus Dezember, hatte die Ölpreise auf ein Jahrestief im letzten Jahr geschickt. Seitdem konnten die Ölpreise an den Börsen etwa 10 US-Dollar pro Barrel steigen. Damit wurde die Abwärtsrallye wieder korrigiert. Der omanische Ölminister ist erwarte die Rohölpreise für 2019 in einer Spanne von 60 bis 70 US-Dollar pro Barrel. Dabei werde der Markt wie letztes Jahr volatil bleiben, sodass die Preise auch kurzzeitig auf 50 US-Dollar sinken können, oder auch auf 80 US-Dollar steigen können. Der Vorstandsvorsitzende des italienischen Ölkonzern Eni schätzt den Durchschnittspreis auf 60 bis 62 US-Dollar pro Barrel ein. Seine Prognose sieht ebenfalls vor, dass der Markt volatil bleibt.

Mit Betrachtung dieser Einschätzungen wird klar, dass die Notierungen an den Ölbörsen zwar eine starke Korrektur erlebt haben, aber durchaus noch Potential vorhanden ist für noch höhere Ölpreise. Kurzfristig wird der Markt gespannt auf die Verhandlungen zwischen China und den USA schauen, da eine Beendigung des Handelsstreits die Nachfrage nach Rohöl erhöhen lassen kann. Das würde die Versorgung am Markt prinzipiell knapper werden lassen.

Versorgungslage bleibt entspannt

Trotz der Versuche seitens der OPEC eine Überversorgung zu verhindern, wird dies im laufenden Jahr wohl nur bedingt gelingen. Die OPEC würde dann gegenüber anderen Förderstaaten weiterhin Marktanteile verlieren. So ist derweil noch nicht konkret absehbar, wie stark die US-Rohölförderung in den Schiefergebieten steigen wird. Der Ausblick ist positiv, da die USA massive Anstrengungen unternehmen ihre Infrastruktur auszubauen, um das Rohöl transportieren zu können. Denn der Engpassfaktor lag zuletzt am Pipelinesystem und nicht den Förderquellen. Mit 873 aktiven Ölbohranalagen sind in den USA weiterhin sehr viele Analgen aktiv. Der mittel- bis langfristige Wachstumstrend bleibt aufgrund dieser Zahlen in Takt. Eine akute Unterversorgung wird es daher aller Voraussicht nach nicht geben, sofern geopolitisch böse Überraschungen durch neue Konflikte oder Probleme ausbleiben.

Die Nordseesorte Brent ist wieder unter die 60 US-Dollar Marke gefallen. Ein Barrel Brent kostet im Moment 59,94 US-Dollar. Die amerikanische Sorte WTI notiert aktuell bei 51,08 US-Dollar pro Barrel. Beide Sorten liegen über einem Prozent im Minus. Der durchschnittliche Heizölpreis in Deutschland ist auf 68,10 Euro pro 100 Liter gestiegen.

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