Ölpreise steigen deutlich

Brent und WTI konnten im schwachen Handel deutlich zulegen. Heute werden die Bestandsdaten aus den USA die weiteren Impulse für das Jahresende geben.

27.12.2019 | Robby Erkmann

Brent notiert derweil bei etwa 68 US-Dollar pro Barrel und damit gut 7 US-Dollar höher als am Monatsanfang. Dort dotierte der Preis für ein Barrel bei rund 61 US-Dollar. Ähnliches ist auch für die Sorte WTI zu vermerken. Hier lag der Preis am Monatsanfang bei etwas über 55 US-Dollar pro Barrel. Beide Sorten hatten zum Monatsende des Novembers deutlich an Kursgewinnen vermerkt, diese dann aber wieder abgegeben. Nunmehr sollten in der aktuellen Situation festgehalten werden, dass die Entspannung zwischen China und den USA beträchtlich zu einer Stützung des Ölpreises beiträgt.

Trump avisiert nun die Unterzeichnung des ersten Teilabkommens während einer Zeremonie mit dem chinesischen Präsidenten Xi. Laut Trump ist der Deal fertig ausgehandelt und müsse nur noch übersetzt werden. Dies soll schon in der ersten Januarwoche geschehen, sofern es nach den Wünschen der USA voranschreitet. China hat bis hierher keine Angaben zum möglichen Zeitpunkt getätigt, bestätigte jedoch in engen Kontakt mit den USA und dessen Handelsvertretern zu stehen.

Ein Umdenken in China

Für das kommende Jahr plant die chinesische Regierung gänzlich neue Maßnahmen umzusetzen, die darauf abzielen das Wirtschaftswachstum zu stützen. Im dritten Quartal hat China das niedrigste Wachstum seit 30 Jahren ausgewiesen. Die Regierung ist nun daran interessiert die Konjunktur am Laufen zu halten. So wurde versprochen die Reserveanforderungen der Banken zu senken. Dies soll die Kreditvergabe an kleine und mittlere Firmen erhöhen. Chin hat 2019 einen starken Anstieg an Insolvenzen verzeichnet, die auch auf den Schuldenabbau der Regierung zurückzuführen ist, der insbesondere Schattenbanken zurückgedrängt hat. Zudem wird der Marktzugang für Privatunternehmen gestärkt zur Verbesserung der Wettbewerbslage. Dazu gehört zum Teil auch grundlegende Telekommunikationsdiente dem Wettbewerb zu öffnen. Finanzprofessor Sun Lijian sieht dies als klares Zeichen Chinas zur Unterstützung der Weltkonjunktur. Für 2020 geht aus einer Bloomberg Umfrage hervor, dass das chinesische BIP um 5,9 Prozent steigen soll.

In Anbetracht positiver Aussichten für die weltweite Konjunktur sind auch die Ölpreise bisher positiv beeinflusst wurden. Brent kostet heute Morgen 68,00 US-Dollar pro Barrel. Die US-Sorte WTI liegt jüngsthin bei 61,80 US-Dollar pro Barrel. Auf Wochensicht ist dies ein Anstieg um 2,7 und 2,1 Prozent.

Presse-Kontakt


Tel.: 040 524768-0
info@comoil.de
Kooperation