Ölpreise schwanken weniger stark

Bisher ist die Volatilität der Rohölpreise an den Märkten eher gering. Mit zunehmenden geopolitischen Spannungen kann sich das wieder ändern.

12.08.2019 | Robby Erkmann

Allerdings ist die Nachrichtenlage im Nahen Osten seit einigen Tagen abgeflacht. Meldungen über neue Provokationen gibt es derweil nicht. Der irakische Außenminister sprach gestern nur davon, dass die Golfstaaten selbstständig in der Lage wären, den Schiffsverkehr in der Straße von Hormus zu sichern. Das kann als Kritik verstanden werden, auf die Hohe Militärpräsenz der westlichen Staaten. Allerdings sollte in diese Aussage auch nicht zu viel interpretiert werden. Ungewiss ist es wie es im Handelskonflikt mit den USA und China weitergeht. Nach den Ankündigungen neuer Strafzölle ist bislang nicht bekannt, ob beide Staaten weiter an Verhandlungen um ein Abkommen interessiert sind. Tendenziell steigen die Spannungen und Verwerfungen des Konfliktes, anstatt sich im Zuge der Verhandlungen abzuschwächen.

Zu dieser geopolitischen Entwicklung kommen Neuigkeiten aus Venezuela. Wie bekannt wurde, plant der amtierende Präsident Maduro vorgezogene Neuwahlen noch dieses Jahr, anstatt im nächsten Jahr. Die verfassungsgebende Versammlung wurde mit der Prüfung eines Termins beauftragt. Allerdings ist diese regierungstreu und wird daher kaum unabhängig über einen Termin für die Wahlen entscheiden. Damit wird abermals deutlich, dass mit einer Besserung der innenpolitischen Situation nicht zu rechnen ist. Maduro plant die Auflösung des Parlaments wohl nur deshalb, weil dieses unter der Kontrolle der Opposition ist, die er so schwächen will.

US-Rohölförderung steigt deutlich

In den Schieferölgebieten der USA stieg die Rohölförderung um über 180.000 B/T im Vergleich zum Monat Juli an. Insgesamt fördert die US-Schieferölindustrie nun 8,683 Mio. B/T. Doch das Wachstum soll sich auch im September fortsetzen. Wie die EIA im Produktionsbericht angegeben hat, ist eine weitere Zunahme von fast 90.000 B/T prognostiziert. Damit kann die Entwicklung der US-Rohölförderung die bisherigen Erwartungen des Marktes erfüllen. Zudem warten die Händler auf die heutigen wöchentlichen API-Zahlen und die morgigen DOE-Zahlen zur Entwicklung des US-Ölmarktes.

Die Rohölpreise sind heute Morgen kaum verändert. Brent kostet pro Barrel 58,47 US-Dollar und die US-Sorte WTI wird im Moment für 54,83 US-Dollar pro Barrel gehandelt. Mit 66,17 Euro pro 100 Liter liegt der heutige durchschnittliche Heizölpreis leicht oberhalb des gestrigen Durchschnittspreises für Deutschland.

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