Wenig Bewegung am Markt

Die Ölpreise liegen kaum verändert auf dem Niveau des Vortages. Eine Besserung der Marktkonstellation mit den andauernden Konflikten ist nicht erkennbar.

04.09.2019 | Robby Erkmann

So wurde nun bekannt, dass der Iran neuerliche Gespräche mit der USA ablehnt. Auf dem G7-Gipfel gab es zuletzt Andeutung, dass sich beide Staaten nun doch an den Verhandlungstisch begeben. Das zementiert vorerst die bestehenden Sanktionen gegen den Iran und wird die Rohölförderung weiterhin deutlich vermindern. Als Reaktion auf die ablehnende Gesprächshaltung haben die USA nun angekündigt, auch das Luft- und Raumfahrtprogramm zu sanktionieren. Nun steigen die Befürchtungen, dass der Iran auch in der Straße von Hormus wieder für mehr Unruhe sorgt. Die letzten Wochen verlief recht ruhig. Zuvor war es zu einer Reihe von Provokationen gekommen, durch einen Drohnenabschuss der iranischen Luftwaffe oder auch durch die Beschlagnahmung von Öltankern.

Die OPEC Sackgasse

Zuletzt wurde berichtet, dass die OPEC im August rund 80.000 BT mehr Rohöl gefördert hat. Trotz dieses Anstiegs sollen die Kürzungen der OPEC im August insgesamt betrachtend bei 136 Prozent liegen. Im Vormonat Juli lag die Erfüllungsquote noch bei 150 Prozent. Sodass die Förderkürzungen über alle Mitgliedsstaaten hinweg als eingehalten angesehen werden können. Dennoch schafft man es nicht den Ölpreis auf ein höheres Niveau zu stabilisieren. Am härtesten trifft es Saudi-Arabien, das deutlich mehr Rohöl vom Markt nimmt, als es durch die Vereinbarung eigentlich müsste. Das Komitee zur Überwachung der Kürzungen kommt am 12. September zusammen. Dort beleuchtet man auch die aktuelle Situation. Allerdings können keine weiteren Fördersenkungen beschlossen werden, sondern nur Empfehlungen ausgesprochen werden. Experten rechnen eher damit, dass Saudi-Arabien intern den Druck erhöhen wird, sodass andere Staaten ihre Kürzungen auch oberhalb der vereinbarten Mengen platzieren werden.

Der Ölmarkt bleibt in einem schwierigen Umfeld, da die Nachfrageentwicklung mehr als schwach ist. Strafzölle und konjunkturelle Probleme drücken auf die Nachfrageseite, sodass selbst eine geringere weltweite Förderung kaum für einen Preisaufschwung sorgen kann.

So pendeln die Rohölpreise auch heute Morgen zwar leicht nach oben, liegen aber auf dem gestrigen Niveau. WTI kostet aktuell 54,19 US-Dollar pro Barrel. Die Nordseesorte Brent wird aktuell für 58,41 US-Dollar pro Barrel gehandelt. Der durchschnittliche Heizölpreis in Deutschland ist aufgrund dessen erneut gesunken, sodass 100 Liter Heizöl im Bundesdurchschnitt 66,46 Euro kosten.

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