China trotzt Corona-Pandemie

Chinas Rohölimporte haben im Jahr 2020 einen neuen Rekordwert erreicht. Trotz Corona-Pandemie und der damit verbundenen Auswirkungen auf die Weltwirtschaft sind die Importe um insgesamt 7,3 Prozent angestiegen.

14.01.2021 | Christoph Warich

 

Durch die zu Pandemiebeginn stark gefallenen Preise und die schnelle Erholung der chinesischen Wirtschaft stieg die Nachfrage vor allem im zweiten und dritten Quartal 2020 stark an. 10,85 Mio. B/T importierte China im Durchschnitt und damit so viel wie noch nie zuvor.
Auch für das Jahr 2021 liegen die Hoffnungen der Ölindustrie auf dem Reich der Mitte. Zuletzt legte von allen nennenswerten Industrienationen einzig China bei den Importen zu. Inwiefern die aktuellen Covid-Neuinfektionen die guten Aussichten trüben werden, muss sich noch zeigen. Gestern wurde der größte Anstieg täglicher Neuansteckungen seit 10 Monaten vermeldet. Neben der Provinz Hubei gibt es nun auch im Nordosten Chinas größere Hotspots, lokale Lockdowns sollen für eine zeitnahe Eindämmung sorgen.

Zweites Amtsenthebungsverfahren gegen Trump gestartet

Der gestern veröffentlichte DOE-Bericht, welcher die Zahlen des API-Berichtes vom Dienstag weitgehend unterstützt, ist nur die zweite einflussreiche Nachricht aus den USA. Obwohl nur noch für sechs Tage im Amt, wurde gegen den amtierenden Präsidenten Donald Trumperneut ein Amtsenthebungsverfahren eingeleitet. Der US-Kongress hat gestern mit der benötigten Mehrheit und somit auch mit den Stimmen einiger republikanischer Abgeordneter dem sogenannten Impeachment-Prozess zugestimmt. Nachdem es beim letzten Mal darum ging, dass Trump sein Amt für persönliche Zwecke missbraucht haben soll, steht diesmal sein Einfluss beim Sturm auf das Kapitol vom vergangenen Mittwoch im Mittelpunkt.
Inwiefern das Verfahren zum Erfolg führt, ist vorerst ungewiss, über die eigentliche Amtsenthebung entscheidet der Senat. Hier haben die Republikaner weiterhin die Mehrheit. Für eine Amtsenthebung wird eine Zweidrittelmehrheit benötigt, für welche mindesten 17 Republikaner mit den Demokraten stimmen müssten.
Derweil sorgt die kommende Präsidentschaft Joe Bidens für ein wenig Optimismus. Er hatte zu Beginn der Woche umfangreiche finanzielle Corona-Hilfen angekündigt, insgesamt soll sich das Hilfspaket in Billionenhöhe befinden. Details dazu wird er im Laufe des heutigen Tages vorstellen.

Marktlage bleibt neutral bis bullish

Die momentan hohen Preise auf WTI und Brent bleiben der Welt vorerst erhalten, jedoch ist davon auszugehen, dass ihr Höhenflug aktuell ein wenig abgebremst wird.
Die Daten des DOE-Berichts decken sich mit denen des zu Beginn der Woche veröffentlichten API-Berichtes und vermelden eine starke Abnahme der Rohölvorräte mit einer gleichzeitigen Zunahme der Destillate und Benzin. Die reduzierte Nachfrage wird jedoch durch eine optimistische Sicht auf die laufenden Impfprogramme ausgeglichen. Weiterhin werden die Preise von der Förderreduzierung Saudi-Arabiens gestützt.

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