Crash an den Aktienmärkten

Die Coronakrise zieht die Wirtschaft in ihrem Bann. Der DAX hat seit Jahresanfang rund 40 Prozent verloren. Die Ölmärkte bleiben ebenfalls unter Druck.

17.03.2020 | Robby Erkmann

Derweil zeichnen die Rohölpreise ein ähnliches Bild, wie die Aktienmärkte auf. Brent und WTI liegen mehr als 50 Prozent tiefer als zum vergleichenden Jahreshoch. In China ist die Industrieproduktion um 13,5 Prozent gesunken und befindet sich auf einem Rekordtief. In den USA erwarten Analysten einen Einbruch des BIP für das zweite Quartal um 8,0 Prozent. Die Analysen und Prognosen dürften in nächster Zeit weiter nach unten angepasst werden. Dies betrifft die diesjährige Konjunktur als auch die Nachfrageerwartung nach Rohöl. Es wird erwartet, dass die Analysten und Institutionen, die ohnehin stark reduzierten Ausblicke, weiter nach unten korrigieren. Ein Nachfragerückgang ist mittlerweile nicht mehr unwahrscheinlich. In Kombination mit den derzeitigen überproportionalen Fördermengen ergibt sich ein toxisches Bild für die Rohölpreise. Mit den exorbitanten Maßnahmen der Fed ist der Markt noch mehr verunsichert worden. Der Leitzins wurde um ein Prozent gesenkt und die Fed hatte angekündigt Anleihen ankaufen zu wollen. Insgesamt wird dem Ölpreisen ein sehr schwieriges Jahr bevor stehen. 


30 US-Dollar Marke durchbrochen


Die Situation an den Ölmärkten bleibt trotz der starken Rückgänge sehr bearish. Das technische Komitee der OPEC, zur Empfehlung der Kürzungsquoten, hat sein Treffen für Mittwoch abgesagt. Allein aufgrund des Coronavirus dürfte diese Entscheidung nicht gefallen sein. Vielmehr ist man sich nach wie vor sehr uneinig und die Mitglieder planen unabhängig voneinander ihre Fördermengen anzuheben. Bis jetzt betonen Saudi-Arabien und Russland mit dem aktuellen Preisniveau auskömmlich leben zu können. Doch ob dies der Wahrheit entspricht darf angezweifelt werden. Denn Saudi-Arabien hatte stets ein Preisniveau von 80 US-Dollar als Ziel angegeben, welches nun unerreichbar ist. Zumindest solange wie die aktuelle Situation unverändert bleibt. Das macht den Ölmarkt aktuell besonders bearish. Denn dieser leidet zunehmend unter einer schwächeren Rohölnachfrage, da die Wirtschaftsleistung abnimmt und viele Betriebe die Produktion zurückfahren. 


Der durchschnittliche Heizölpreis in Deutschland liegt heute bei 55,12 Euro pro 100 Liter und damit deutlich niedriger als gestern. Leicht fester notieren die Rohölpreise. WTI kostet 29,28 US-Dollar pro Barrel und Brent liegt bei 30,09 US-Dollar pro Barrel. 
 

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