JMMC plädiert für Beibehaltung der aktuellen Quoten

Beim gestrigen JMMC-Meeting zeigten sich die Mitglieder mit den bisherigen Umsetzungen ihrer Vereinbarungen zufrieden.

04.02.2021 | Christoph Warich

 

Das Joint Ministerial Monitoring Committee, kurz JMMC, der OPEC+ hat aktuell die Aufgabe, die Produktionskürzungen der Vereinigung zu überwachen und Empfehlungen für das weitere Vorgehen im Bereich der Strategieentwicklung auszusprechen. Bei Ihrem Zusammentreffen lobten die Teilnehmer die bisherigen Bemühungen und das erfolgreiche Umsetzen der eigenen Vorgaben. Zu 101 Prozent habe man sich an die Kürzungspläne gehalten, laut JMMC sind so die OECD-Ölbestände im Dezember den fünften Monat in Folge gesunken.
Die weltweiten Impfbemühungen wurden ebenfalls angesprochen und als positiver Faktor für eine baldige Nachfrageerholung genannt. Dennoch wurden die Mitgliedsstaaten des Bündnisses dazu aufgerufen, wachsam zu bleiben und sich nicht auf kurzfristige Entwicklungen zu verlassen. Dementsprechend war der abschließende Rat auch eine Beibehaltung der aktuellen Vereinbarungen für die nächsten Monate. Damit dies auch flächendeckend und dauerhaft funktioniert, wird beispielsweise ein Sondergesandter, in Form des nigerianischen Ölministers Timipre Sylva, mit einzelnen Mitgliedern des afrikanischen Raumes abstimmen.
Auch der Irak sah sich mit einer gesonderten Pressemitteilung noch einmal dazu verpflichtet, sich zur Einhaltung seiner angekündigten Kürzungsvorhaben zu bekennen.
Größere Änderungen sind also, wenn überhaupt, erst im nächsten Monat zu erwarten. Anfang März kommt es zur nächsten Vollversammlung der OPEC+, in der es durch bindende Abstimmungen zu Entscheidungen kommen kann, welche die langfristige Entwicklung der Allianz bestimmen werden.

DOE-Bericht veröffentlich

Im gestrigen DOE-Bericht wurde der niedrigste Rohölbestand seit März letzten Jahres verkündet. Zeitgleich stiegen dagegen die Benzinvorräte in der vergangenen Woche auf den höchsten Stand seit letztem Juni.
Verantwortlich dafür dürfte einerseits die aktuell erhöhte Raffinerieproduktion sein, andererseits die weiterhin geringe Nachfrage nach Benzin.
Der jährlich erscheinende Ausblick für den amerikanischen Energiemarkt der EIA prognostizierte zeitgleich, dass die US-Rohölproduktion frühestens wieder ab 2023 ihr Niveau von 2019 erreichen wird. Ab dann werde sie jedoch auf anhalten Rekordniveaus bis 2050 verbleiben, so die Vorhersage.

Notierungen

ICE Gasoil Februar handelte zuletzt bei 479,50 Dollar, +2,25 Dollar. ICE Brent handelt bei 58,97 Dollar, +0,51 Dollar zum Schluss Mittwoch, ICE WTI handelt bei 56,19 Dollar.

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