Neue Unsicherheiten durch Corona

Das chinesische Neujahrsfest beginnt mit besorgniserregenden Nachrichten, welche dem globalen Ölmarkt einen Dämpfer verpassen.

22.01.2021 | Christoph Warich

 

 

War die chinesische Wirtschaft und ihre hohe Rohstoffnachfrage zuletzt der weltweite Fels in der Corona-Brandung der Ölindustrie, drohen nach und nach auch hier wieder große Einschnitte, die schnelle Erholung der Branche ein wenig einzufangen. Ersten kleinen Infektionsherden vor einigen Wochen folgten zuletzt groß angelegte Lockdowns teils riesiger Regionen. Für Millionen von Menschen gelten strikte Ausgangs- und Mobilitätsbeschränkungen. Betroffen sind neben der Provinz Hubei, in welcher das Virus vor gut einem Jahr zuerst für Aufsehen sorgte, auch Teile der Hauptstadt Peking sowie der Region um Shanghai.
Im Februar wird traditionell das chinesische Neujahrsfest begangen, der wichtigste Feiertag des Landes. Mit ihm beginnt auch die Hauptreise- und Urlaubszeit der Chinesen, zig Millionen Menschen sind zu dieser Zeit normalerweise im ganzen Land unterwegs. Die großangelegten Familienbesuche und Urlaubsreisen werden dementsprechend dieses Jahr größtenteils ausfallen müssen, weshalb mit einem erheblichen Rückgang der Kraftstoffnachfrage und des Konsums zu rechnen ist.

Der Markt pendelt zwischen Optimismus und Realismus

Den Meldungen aus China stehen die Hoffnungen einer mittel- bis langfristigen Erholung der Nachfrage entgegen. Gestrige Gewinnmitnahmen und kurzzeitige Nachfrageprobleme sind ein Anzeichen für einen eventuell überkauften Markt. Kurzfristige Risiken stehen hier zukunftsorientierten Investitionen entgegen. Die hohen Preise stehen im Kontrast zur aktuellen Marktlage, auch wenn nicht alle Experten diese Meinung teilen.
Denn auf der anderen Seite gibt es langfristig orientierte Marktteilnehmer, die in Zeiten der Rückschläge in Anlagen investieren, welche nach überstandener Pandemie profitabel sein werden.
Auch wenn die Situation im Moment nicht die beste ist, Corona wird über kurz oder lang besiegt werden. Und es gibt nicht viele Gründe, die gegen einen massiven Aufschwung in der Zeit danach sprechen.

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