Ölpreise bleiben konstant

Das Preisniveau der Rohölnotierungen ist ohne große Veränderungen. Die Zahlen aus den USA sind eher bearish und trüben die Stimmung etwas.

09.07.2020 | Robby Erkmann

Die Veröffentlichung der Produktbestände des APIs haben einen Anstieg der US-Rohölvorräte gemeldet. Die Vorräte sind um 2,0 Mio. Barrel angestiegen. Fraglich ist, inwiefern die DOE-Zahlen den Anstieg bestätigen oder widerlegen. Zugleich sind die Vorräte im größten Lager der USA in Cushing Oklahoma wieder gestiegen. Das spricht für eine Erholung der Rohölförderung, kann zugleich aber auch für eine schwache Nachfrage auf Verbraucherseite stehen. Andererseits sind die Produktbestände laut API gefallen. Die Benzinvorräte lagen um 1,8 Mio. Barrel niedriger als in der Vorwoche und die Destillatbestände waren um 1,0 Mio. Barrel geringer als eine Woche zuvor. Damit ist das Bild durch die API-Zahlen eher uneinheitlich und hat daher auch wenig Auswirkung auf die Rohölpreise. Die Zahlen des US-Ministerium, sprich vom DOE, werden wie immer etwas später veröffentlich und können die Zahlen des API bestätigen oder relativieren. Daher bleiben die Kursschwankungen an den Ölmärkten moderat. Zwar liegen die Rohölpreise unter dem gestrigen Schlusskurs und damit etwas niedriger. Insgesamt bleiben aber größere Preisnachlässe aus, sodass WTI die Marke von 40 US-Dollar pro Barrel halten kann. 


OPEC-Kürzungen im Fokus


Die aktuellen Kürzungsquoten und die Einhaltung der Kürzungen sind für viele Marktteilnehmer von großer Bedeutung. Hier ist die OPEC aktuell sehr vorbildlich. In der Vergangenheit waren die Kürzungsvorgaben nicht immer nach den Absprachen umgesetzt worden, sodass viele Staaten oftmals mehr Öl gefördert hatten, als vereinbart. Dieses Mal ist es wohl anders. So sollen die Vorgaben aktuell übertroffen werden und die Einhaltung der Förderkürzungen bei 107 Prozent liegen. Im Monat Mai war die Einhaltungsquote noch deutlich schlechter und lag nicht auf dem geplanten Niveau der OPEC-Absprachen. Nunmehr gleichen die Förderländer die zu viel geförderten Mengen aus den Vormonaten mit höheren Kürzungen aus. Jedoch werden die Kürzungen im Monat August wie geplant niedriger ausfallen, da die Kürzungsquoten abgesenkt werden. Deshalb wollen die V.A.E. die Rohölexporte bereits für August um 300.000 erhöhen. Die höheren Verkaufspreise durch Saudi-Arabien kommen den ebenfalls entgegen, da die anderen Staaten meistens die Preisgestaltung wie Saudi-Arabien vornehmen. Die Fördermengen werden durch die OPEC im weiteren Jahresverlauf nach und nach gekürzt werden. Das war bereits mit Abschluss der neusten Förderkürzungen so vereinbart worden.


Brent kostet aktuell 43,30 US-Dollar pro Barrel und WTI notiert aktuell bei 40,73 US-Dollar pro Barrel. Beide Sorten liegen damit leicht im Minus. Der durchschnittliche Heizölpreis in Deutschland liegt mit 48,37 Euro pro 100 Liter fast auf dem Preisniveau von gestern. 

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