Ölpreise geben erneut nach

Die Märkte kommen aufgrund der Entwicklung der Coronapandemie kaum zur Ruhe. Aktuell ist das Marktumfeld vermehrt bearish für das Ölpreisniveau.

08.09.2020 | Robby Erkmann

Indien verzeichnet aktuell deutliche Zunahmen bei den Infektionen und den Todeszahlen. Indien gilt derzeitig als drittstärkstes betroffenes Land mit fast 800.000 Corona-Fällen. Die Todeszahlen liegen pro Tag teilweise über 20.000 und eine Besserung ist nicht in Sichtweite. Stattdessen hat die Regierung die Hilfen mit Lebensmittel bis in den November verlängert. Sodass eine schnelle Verbesserung der Situation derzeitig von Regierungsseite wohl nicht vermutet wird. Indien verweist zwar auf eine Todesrate von lediglich 2,8 Prozent, die somit deutlich niedriger als in den USA oder Deutschland erscheint. Andererseits werden in Indien 4 von 5 Todesfälle nicht untersucht. Die Dunkelziffer dürfte damit deutlich höher liegen und damit einhergehend auch die Todesrate. Zugleich würden somit die gemeldeten Fallzahlen deutlich höher liegen. Indien steckt als eines der größten Schwellenländer tief in der Coronakrise. Zugleich ist Indien nicht das einzige Land, welches die Pandemiefolgen nicht vollends überwunden hat. Vielmehr sorgen sich Volkswirte weltweit um die aktuelle Entwicklung und die anstehende Grippezeit im Winter. Das Ölpreisniveau könnte daher im Jahresverlauf noch deutlich nachgeben.

US-Wahlen verschärfen Rhetorik

Die Beziehungen zwischen den USA und China haben einen schweren Stand. Zuletzt kam es zu einer Aussetzung der Gespräche zur weiteren Aushandlung des Handelsabkommens. Derweil haben erste Gespräche mit beiden Parteien wieder stattgefunden, doch US-Präsident Trump nutzt den Wahlkampf, um Wählerstimmen zu gewinnen. Dabei verliert er kaum gute Worte über die chinesische Regierung. So drohte er verbal damit, die Wirtschaftsbeziehungen zu China gänzlich z entkoppeln oder einzuschränken. Zugleich drohte er heimischen unternehmen zu sanktionieren sofern diese Arbeitsplätze in China schaffen. Sein Ziel sei es, Amerika zur produzierenden Supermacht zu machen und die Abhängigkeit von China beenden. Er betonte, dass man sich nicht auf China verlassen kann. Dabei hat er auch den Präsidentschaftskandidaten der Demokraten angegriffen. Er warf Biden vor, mit Peking zu nachsichtig zu sein.

Die Rohölsorten Brent und WTI liegen heute wieder im Minus. Brent kostet aktuell 41,90 US-Dollar pro Barrel und WTI notiert bei 38,94 US-Dollar pro Barrel. Der durchschnittliche Heizölpreis in Deutschland ist daher ebenfalls günstiger als gestern. !00 Liter Heizöl kosten im Bundesdurchschnitt 43,13 Euro pro 100 Liter.

 

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