Ölpreise leicht erholt

Das Ölpreisniveau konnte trotz einer gemischten Nachrichtenlage ein neues 4-Monatshoch erreichen. Daher notieren die Ölpreise zur Tageseröffnung fester.

24.07.2020 | Robby Erkmann

So meldete das DOE, dass die US-Rohölvorräte in den USA abermals angestiegen sind. Die Einschätzung des DOE ist damit mit der Einschätzung des API deckungsgleich. Einen Tag zuvor hatte das API einen Anstieg von 7,5 Mio. Barrel herausgegeben. Die DOE-Zahlen waren mit 4,9 Mio. Barrel zwar niedriger, aber verzeichneten immer noch einen deutlichen Anstieg. Die Experten hingegen hatten einen Rückgang der Vorräte erwartet. Bei den Produktbeständen sind die Benzinbestände um 1,8 Mio. Barrel gesunken. Trotz dessen bleibt die Nachfrage nach Benzin und Ölprodukten deutlich unter dem Niveau des Vorjahres. Zur Stützung der Wirtschaftsleistung erwachen in den USA neue Diskussion über finanzielle Hilfen. So überlegen Regierungsvertreter die Aufstockung des Arbeitslosengeldes um 600 Euro zu verlängern und nicht Ende Juli auslaufen zu lassen. Denn die Infektionszahlen in den USA sind nach wie vor sehr hoch. Präsident Trump hatte zuletzt verlauten lassen, dass sich die Situation weiter verschlechtern müsse, bis sie wieder besser wird. Die Demokraten erwarten von der Regierung umfangreichere Maßnahmen, als nur das Arbeitslosengeld aufzustocken. Die Entwicklung der US-Wirtschaft ist für das Ölpreisniveau von tragender Bedeutung.


Russland hebt Förderung an


Die OPEC hat sich bisweilen auf keine erneute Verlängerung der aktuellen Förderkürzungen geeinigt. Das heißt, dass im August die Staaten wieder mehr Rohöl fördern können. Zugleich wird auch in den kommenden Monaten das Förderniveau wieder sukzessive angehoben. Russland wird demnach die Ölförderung um 400.000 b/T steigern und rund 9 Mio. B/T insgesamt produzieren. Die Regierung hat die Anweisung ausgegeben den heimischen Raffinerien mehr Rohöl zu fördern. Dies wird dann wohl zu deutlichen Anstiegen bei der Verarbeitung und den Produktbeständen führen. Mit 20,5 Mio. Tonnen verarbeiteten Rohöl für den Monat Juni war die Verarbeitungsmenge der russischen Raffinerien sehr gering. Der Irak hat im Juli bereits einen Anstieg der Rohölexporte verzeichnet und durchbricht damit die Kürzungsvorgaben zur Rohölförderung. Insgesamt wird dem Markt im August wohl mehr Rohöl zur Verfügung stehen. Daher werden es die Ölpreise schwerer haben den Aufwärtstrend beizubehalten. 


WTI und Brent liegen heute Morgen leicht fester. Brent kostet pro Barrel 43,45 US-Dollar und WTI notiert bei 41,15 US-Dollar pro Barrel. Mit 47,56 Euro pro 100 Liter liegt der durchschnittliche Heizölpreis in Deutschland auf einem sehr niedrigen Niveau. 
 

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