OPEC reduziert die Kürzungen

Die Kürzungen der OPEC werden wie geplant vollzogen. Die OPEC hat bisher keine neuen Informationen bekannt gegeben, sodass der Markt aufatmet.

29.07.2020 | Robby Erkmann

Zumindest ist dies für Wirtschaftsakteure ein gutes Zeichen, da der Ölpreis damit nicht anzusteigen droht. Die vielen Unternehmen, die ohnehin durch die Coronapandemie in Problemen geraten sind, können somit auf en günstiges Preisniveau an den weltweiten Ölbörsen hoffen. Günstige Ölpreise stützen weitgehend die Wirtschaft, da Verbraucher von günstigen Einkaufspreisen bei den Ölprodukten profitieren. Insbesondere Industrieunternehmen und die Speditions- und Verkehrsbranche profitieren ungemein von günstigen Ölpreisen. So wird die OPEC ab August nur noch 7,7 Mio. B/T kürzen. Das ist eine Reduzierung der Förderkürzungen um fast 2 Mio. Barrel. Dabei betonte die OPEC, dass die Mehrmengen nicht direkt dem Markt zur Verfügung stehen, sondern vornehmlich den eigenen inländischen Bedarf abdecken. Doch der Markt sorgt sich zunehmend auch über die neuste Entwicklung bei der Corona Ausbreitung und einer möglichen zweiten Pandemiewelle. Daher sind viele Marktbeobachter sehr vorsichtig.


Rohölpreise ohne Richtungsimpuls 


Die Rohölpreise sind auch heute ohne klare Richtung gestartet. Der Druck auf dem Preisniveau bleibt unverändert hoch. Das liegt auch an den nach wie vor sehr hohen Rohölvorräten. Die schwimmenden Lager liegen um 244 Prozent über dem Vorjahresniveau. Im Zuge des Lockdowns kam es während der Pandemie zu einem Ausbleiben nach Rohöl und damit zu einem drastischen Anstieg der weltweiten Rohölvorräte. Dabei waren die Lagerkapazitäten an Land teils vollends erschöpft. Daher hat man auf schwimmende Lagerstätten zurückgegriffen, sodass auch ausgediente Öltanker voll beladen vor den Küsten auf Anker lagen. Daher bleibt die Verfügbarkeit von Rohöl überdurchschnittlich komfortabel, sodass die Ölpreise auch im Umfeld einer steigenden Nachfrage auf einem niedrigen Preisniveau verharren können. Ungeachtet dessen bleibt die Angst vor einer sinkenden Nachfrage am Markt vorherrschend, weshalb Verbraucher weniger mit einer Kursrallye rechnen müssen, als dass die Ausbreitung des Coronavirus die Erholung der Wirtschaftsleistung belastet. 


Der durchschnittliche Heizölpreis in Deutschland ist heute erneut gesunken und liegt bei 46,48 Euro pro 100 Liter nahe an dem diesjährigen Jahresdurchschnittstief von 44,77 Euro pro 100 Liter. Der Rohölpreis für WTI und Brent notiert etwas stabiler. Brent kostet somit pro Barrel 43,52 US-Dollar pro Barrel und WTI kostet jüngsten 41,27 US-Dollar pro Barrel.
 

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