Prognosen belasten die Ölpreise

Die Ölpreise kommen nicht zur Ruhe und bleiben sehr stark am schwanken. Die OPEC sieht eine Stagnation Nachfragewachstum für das laufende Jahr.

12.03.2020 | Robby Erkmann

Die Marktkonstellation wird dem Grunde nach immer bearisher. Die USA verhängen nun auch ein Einreiseverbot für europäische Bürger. Bereits Ende Januar gab es ein Einreiseverbot für Menschen aus China. Diese Anordnung Trumps belastet die Ölpreise zusätzlich, da die Nachfrage nach Rohöl zusätzlich belastet wird. DIE OPEC sieht das Nachfragewachstum bei nur noch 60.000 B/T, was einer Stagnation gleichkommt. Die Prognose wurde dabei in kurzer Zeit zwei Mal nach unten angepasst. Es ist also denkbar, dass es zu weiteren Anpassungen nach unten kommt. Anfang Februar hat die OPEC noch ein Nachfragewachstum von 990.000 B/T erwartet. Dennoch war das Treffen am Freitag letzter Woche bezeichnend. Die Mitglieder, allen voran der erweiterte Kreis mit Russland, konnten keine Einigung für das weitere Vorgehen erzielen. So kam es, dass der Markt nun mit Rohöl geflutet werden soll. Saudi-Arabien plant das Rekordniveau von 12,3 Mio. B/T kurzfristig auf 13 Mio. B/T zu erhöhen. Gleiche Taktig verfolgt auch Russland, die angekündigt haben die Rohölförderung zu erhöhen. 


OPEC-Produktion stark erhöht


Der neuste OPEC-Bericht offenbart, dass die Fördermenge des Kartells bereits im Februar über den erwarteten Bedarf nach OPEC-Rohöl gelegen hat. Dieser Wert wurde im 1. Quartal um 1,4 Mio. B/T überschritten und das obwohl in Libyen die Förderausfälle nach wie vor bei über 1,0 Mio. B/T liegen. Ohne die Krise in Libyen wäre der Angebotsüberschuss am Markt noch größer. Das 2. Quartal wird mit dem aktuellen Verlauf noch bearisher für die Märkte werden und die Preise auf einem niedrigen Niveau halten. So haben die VAE angekündigt die eigene Ölförderung für April auf 4 Mio. B/T zu erhöhen. Langfristig wolle man die Förderung auf 5 Mio. B/T erhöhen und aufgrund der aktuellen Lage dieses Ziel deutlich schneller erreichen. Damit wäre das Übernagebot am Markt im April nochmals deutlich besser, sodass die Preise, trotz des niedrigen Niveaus, weiter fallen können. 


Brent und WTI liegen aktuell über 5 Prozent im Minus. Brent kostet 33,88 US-Dollar pro Barrel und die US-Sorte WTI liegt bei 31,29 US-Dollar pro Barrel. Der durchschnittliche Heizölpreis in Deutschland liegt heute bei 55,98 Euro pro 100 Liter. 
 

Presse-Kontakt


Tel.: 040 524768-0
info@comoil.de
Kooperation