Rohölpreise mit Aufwärtstrend

Der aktuelle Aufwärtstrend erwächst vornehmlich aus stützenden Effekten in den USA. Dort ist die Ölförderung im Golf von Mexiko von Unwettern bedroht.

26.08.2020 | Robby Erkmann

Auf hoher See und auch an den Küsten sind daher bereits umfängliche Evakuierungen vorgenommen worden. Diese wirken sich unverzögert auf die Rohölförderung sowie Verarbeitung aus. Ausgangspunkt der aktuellen Situation war bereits die Prognose von letzter Woche zur Entwicklung von zwei Tropenstürmen. Tropensturm Laura hat sich nunmehr zum Hurrikan der Stärke 1 entwickelt und wird denn neusten Auswertungen zur Folge baldig auch die Stufe 3 der Hurrikanskala erreichen. Dabei wird der Hurrikan unausweichlich auf die US-Küste zulaufen und damit auch die Rohölförderung im Golf von Mexiko treffen. Metrologen rechnen mit großen Schäden und Sturmfluten an den Küsten. Im Bereich des Hurrikans liegen auch zahlreiche Raffinerien, die ebenfalls wie einige Küstenorte evakuiert werden. Damit wird auch die Rohölverarbeitung betroffen sein. Dazu wird auch der Ölhafen in Huston teilweise schließen, welcher einer der wichtigsten Umschlagsplätze für Rohöl und Ölprodukte in den USA ist. Mit größeren Schäden an der Infrastruktur kann es auch zu mittelfristiger Beeinflussung der Rohölpreise kommen. Ansonsten wirken Wetterereignisse zumeist kurzfristig, sofern die Schäden rasch behebbar sind. 


Entspannung im Handelsstreit


Die USA und China sind derweil wieder am Verhandeln über das nächste Teilabkommen zur Beilegung des Handelsstreit. Das Abkommen ist notwendig, damit weitere Sanktionen und Strafzölle vermieden werden können. Beide Regierungen hatten sich in der Vergangenheit mit Sanktionen und Strafzöllen belegt und haben so aktiv für Verunsicherung für das Wirtschaftswachstum gesorgt. Der zuletzt festgesetzte Termin für die Weiterverhandlung ist geplatzt. Nun hatte man diesen Termin per Telefonkonferenz nachgeholt. Den Medien und Vertrauten zur Folge waren beide Seiten mit dem Dialog zufrieden. Zugleich forcierte man, die Umsetzung des ersten Teilabkommens aus Januar fortwährend einzuhalten. Damit stehen die Zeichen positiv, dass sich beide Staaten annähern und eine Lösung finden. Denn ein eskalierender Handelsstreit würde der volkswirtschaftlichen Entwicklung schaden und das in einer Zeit, wo es durch die Corona-Pandemie ohnehin nicht gut bestellt ist mit dem weltweiten Wirtschaftswachstum und dem Rohöl- sowie Ölproduktverbrauch.


Nach der zuletzt leichten Aufwärtsbewegung liegen die Rohölpreise heute Morgen leicht im Minus. Brent kostet pro Barrel aktuell 46,00 US-Dollar. Die US-Sorte WTI notiert bei 43,34 US-Dollar pro Barrel. Ebenfalls steigend im Vergleich zu gestern war der durchschnittliche Heizölpreis in Deutschland. Dieser liegt heute bei 45,80 Euro pro 100 Liter.
 

Presse-Kontakt


Tel.: 040 524768-0
info@comoil.de
Kooperation