US-Zahlen belasten Ölpreise

Im Fokus stehen heute die USA und die Entwicklung bei dem Rohölverbrauch und den Rohölbeständen, weshalb die Ölpreise aktuell fallen.

30.07.2020 | Robby Erkmann

Die US-Rohölvorräte sind in den USA im Vergleich zur Vorwoche stark zurück gegangen. Das DOE hat die Einschätzung der API-Zahlen bestätigt. Der Abbau bei den Rohölvorräten wird durch eine gestiegene Raffinerieverarbeitung untermauert. Diese ist auf 79,5 Prozent gestiegen. Auf Mengensichtweise sind dies 389.000 Barrel pro Tag, die mehr verarbeitet wurden. Auf der anderen Seite haben rückläufige Rohölimporte den Abbau begünstigt. Das DOE meldet einen Rückgang bei den Importen von 5,6 Mio. Barrel im Vergleich zur Vorwoche. Insgesamt hat das DOE einen Abbau bei den Rohölbeständen von 10,6 Mio. Barrel ausgewiesen. Das hat die Vortageszahlen des API von 6,8 Mio. Barrel deutlich übertroffen. Die Entwicklung der Rohölbestände sollte indes preisstützend sein, wird allerdings abgemildert, indem die Importe stark nachgelassen haben. Dies kann auf eine schwache Nachfrage hindeuten. 


US-Notenbank trübt die Stimmung


Jerome Powell, der Vorsitzende der US-Notenbank FED hat nach der zweitätigen Sitzung darauf aufmerksam gemacht, dass die US-Wirtschaft sich langsamer als bisher erwartet von der Coronakrise erholen wird. Dabei betonte er, dass die Entwicklung der Wirtschaft maßgeblich vom weiteren Verlauf der Ausbreitung des Covid-19 Virus abhängig ist. Daher belässt die Notenbank den Leitzins in den USA bei 0,0 bis 0,25 Prozent. Die Ankündigung war, dass die FED alles Mögliche unternimmt, damit sich die Wirtschaft schnellstmöglich erholt. Dabei sei es unrelevant, wie lange man die Maßnahmen aufrecht erhalten muss. 


Derweil spekulieren Experten darauf, dass der saudische Ölkonzern Saudi-Aramco die Ölpreise für Lieferungen im September senken werde. Der Taktik Saudi-Arabien folgen die meisten OPEC-Staaten, sodass ein neuer Preiskampf nicht auszuschließen ist. Diese Befürchtung wird auch dadurch gestützt, da die Förderkürzungen im August sinken und die OPEC-Staaten somit mehr Rohöl fördern und exportieren könnten. Das belastet die Ölpreise heute Morgen zusätzlich, weshalb diese aktuell unter den Eröffnungskursen liegen. 


WTI kostet aktuell 40,88 US-Dollar pro Barrel und liegt gut ein Prozent im Minus. Etwas weniger tiefer liegt der Preis für ein Barrel Brent, der heute bei 43,41 US-Dollar liegt. Der durchschnittliche Heizölpreis in Deutschland liegt mit 46,71 Euro pro 100 Liter heute leicht höher als gestern. 
 

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