Vorbereitung auf nächstes OPEC+ Meeting läuft an

Das für den 4. März geplante OPEC+ Meeting wirft aktuell seine Schatten voraus und zeigt die gewohnte Uneinigkeit seiner Mitglieder

22.02.2021 | Christoph Warich

 

Am 4. März kommt es zur nächsten Vollversammlung der OPEC+ und erneut sind es Russland und Saudi-Arabien, die schon im Vorfeld unterschiedliche Ansichten über den zukünftigen Weg andeuten. Folgt man den Aussagen einiger Delegierter, scheint Riad die aktuellen Fördermengen konstant halten zu wollen, während Moskau signalisiert, die Produktionsquoten der aktuellen Preislage anzupassen.
Somit kommt es erneut zur Auseinandersetzung darüber, ob die aktuellen Kürzungen von -7,2 Mio. B/T, welche zur Überwindung der Corona-Krise vereinbart wurden, schrittweise gekürzt werden sollen oder nicht.
Des Weiteren wird es Thema sein, ob und inwieweit Saudi-Arabien seine zusätzlichen Kürzungen von 1 Mio. B/T beibehält. Diese gelten als einer der Hauptfaktoren der aktuell stabilen Preise.
Es bleibt spannend zu sehen, wie sich die Auseinandersetzung entwickeln wird und auf welche Seite sich die übrigen Teilnehmer schlagen werden. Einigkeit ist auf einem OPEC+ Meeting selten anzutreffen, zu unterschiedlich sind für gewöhnlich die verschiedenen Eigeninteressen.

Goldman Sachs prognostiziert einen Preis von 75 Dollar

Die Investmentbank Goldman Sachs hat ihre Prognosen für die Nordseesorte Brent auf 75 Dollar in den kommenden drei Monaten angehoben. Für das darauffolgende Quartal sieht man einen Preis von durchschnittlich 70 Dollar pro Barrel.
Begründet wird dies mit einer nicht nur schnelleren Erholung der Ölpreise, sondern auch einer wesentlich deutlicheren als vorab angenommen.
Laut Schätzungen der Bank wird der Ölverbrauch bis zum Sommer wieder das Vor-Corona-Niveau erreichen, während die Produzenten mit der Förderung dieser Nachfrage nicht hinterherkommen werden.

Wetterlage in den USA normalisiert sich langsam

Das Wetter der USA normalisiert sich von Tag zu Tag und vor allem Texas taut nach Tagen der zweistelligen Minusgrade langsam wieder auf. Dennoch wird die Förderung von bis zu 4 Mio. B/T nicht auf Anhieb wieder anlaufen können. Es wird geschätzt, dass es mehrere Tage, in einigen Fällen gar Wochen, dauern kann, bis die Schadenslage überprüft und behoben ist. Nach wie vor kommt es zu vereinzelten Ausfällen in der Strom- und Wasserversorgung, was die Wiederinbetriebnahme stellenweise deutlich erschweren wird.

Notierungen

ICE Gasoil Februar handelte zuletzt bei 525,00 Dollar, +2,00 Dollar. ICE Brent handelt aktuell bei 63,48 Dollar, +0,58 Dollar zum Schluss Freitag. WTI handelt momentan bei 59,71 Dollar.

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