WTI fällt unter 20 US-Dollar

Die Ölpreise stehen nach wie vor unter enormen Druck. Die Überkapazitäten sind so hoch, dass nun die Lagerkapazitäten streckenweise knapp werden.

31.03.2020 | Robby Erkmann

Die Ölpreise sind nach wie vor so günstig, wie vor knapp 18 Jahren. Damals sanken die Ölpreise auf ein historisch Tief in Folge der Terroranschläge des 11. Septembers. Heute ist es eine Pandemie, die den Ölpreisen und den Ölunternehmen immer mehr zu schaffen macht. Die Nachfrage ist drastisch eingebrochen und sorgt so für einen unvorstellbaren überversorgten Ölmarkt. Dies hatte die Ölpreise zuletzt auf ein neues jahrestief gedrückt. Die Prognosen und Schätzungen besagen immer noch einen Nachfrageeinbruch von bis zu 20 Mio. B/T. Dies hat den US-Präsidenten Trump zu einer ungewöhnlichen Aussage getrieben. So hatte er selbst angemerkt, diese Aussage nie tätigen zu müssen, doch Trump hat sich angesichts der dramatischen Situation am Ölmarkt für höhere Preise ausgesprochen. Dieses Statement wurde kurz vor einem Telefonat mit dem russischen Amtskollegen Putin bekannt. Eines der wichtigsten Themen soll die Energiebranche sein. Trump betonte, dass man nicht wolle, wie eine ganze Industrie ausgelöscht wird. Die Schieferölproduzenten in den USA dürften es schwer haben, mit dem aktuellen Preisniveau, Insolvenzen abzuwenden. 


Pleitewelle im Ölsektor


Russland und die USA wollen zukünftig Miteinander zusammenarbeiten. Die Leitung haben die jeweiligen Energieministerien. Das veröffentlichte der Kreml nach dem Telefonat mit Präsident Trump. Ins Blickfeld soll dabei die globale Lage am Ölmarkt rücken. Dies eröffnet nun Spekulationen darüber, inwiefern sich die USA in den Konflikt mit der OPEC einschaltet. Russland und die OPEC führen derweil immer noch keine neuen Gespräche, um eine Lösung für die aktuelle Situation zu finden. Das bedeutet, dass beide Seiten die Rohölförderung steigern wollen, was den ohnehin stark überversorgten Markt noch stärker überversorgt. Die USA hatten bereits angekündigt zu gegebener Zeit Gespräche zu führen. Die USA haben als Verbündeter von Saudi-Arabien durchaus Einfluss auf die saudische Regierung, weshalb das Telefonat zwischen Russland und USA von positiver Bedeutung für die fehlende Gesprächsbereitschaft sein kann. 


Der durchschnittliche Heizölpreis in Deutschland ist heute bei 52,56 Euro pro 100 Liter. Die Ölpreise liegen aktuell etwas fester. WTI kostet 20,92 US-Dollar pro Barrel und die Sorte Brent notiert bei 23,25 US-Dollar pro Barrel. 
 

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