Anstieg der US-Ölbestände sorgt für leichten Kursrückgang

Die gestern vom US-amerikanischen Energieministerium veröffentlichten Bestandsdaten ließen die Rohölpreise leicht absinken

22.04.2021 | Christoph Warich

 

Demgegenüber steht jedoch die weiterhin hohe Nachfrage nach Benzin, was die Hoffnung auf eine starke US-Fahrsaison weiterleben lässt. Der Vierwochendurchschnitt der Benzinnachfrage lag in der vergangenen Woche bei 8,93 Mio. B/T. Das sind nur noch eine halbe Million Barrel pro Tag weniger, als im Vergleichszeitraum des Jahres 2019.
Ähnliche Prognosen stammen aus China, wo Verkehrsdaten bereits andeuten, dass sich die Situation wieder den Vor-Corona-Niveaus annähert.
Stephen Innes, Chefanalyst des Tradingunternehmens Axi, setzt derweil ebenfalls auf den kommenden Sommer. Innes kann auch den Notständen und Lockdowns etwas Gutes abgewinnen, deuten diese doch darauf hin, dass sich etwas tut und dem Markt ein Licht am Ende des Tunnels geboten wird. Längerfristige Berechenbarkeit ist hier wichtiger als hektischer Aktionismus.

OPEC+ Versammlung findet wohl doch statt

Nachdem im Laufe der Woche Gerüchte bekannt wurden, dass die kommende Vollversammlung am 28. April nicht stattfinden soll, lassen die Aussagen des russischen Vize-Premiers Alexander Nowak nun doch auf einen planmäßigen Ablauf schließen.
Diesem zufolge werden bei der Sitzung vermutlich bloß Fragen technischer Natur geklärt. Es ist also davon auszugehen, dass sich die zu Anfang April gefassten Beschlüsse zu Produktionsquoten und Förderkapazitäten nicht mehr großartig verändern werden.
Am 1. April traf die OPEC+ die Entscheidung, die Produktion von Mai bis Juli schrittweise um insgesamt 2 Mio. B/T zu steigern.

Russland denkt über Exportverbote nach

Gegenüber Journalisten sprach der Vizepremier Russlands, Alexander Nowak, nicht nur über die kommende Vollversammlung der OPEC+, sondern auch über die eigenen Pläne in Bezug auf Kraft- und Rohstoffe. So zieht Russland ein Exportverbot für Benzin in Erwägung, sollte es zu Phasen kommen in denen das eigene Land Kapazitätsprobleme aufweist.
Die Rede ist hier von den Wartungsphasen an den Raffinerien oder den Erntezeiten im Frühjahr. Ein Verbot von Dieselkraftstoffen wird derweil nicht in Erwägung gezogen, da dessen Produktion sowohl für den Binnenmarkt als auch für Exporte ausreicht.

Notierungen

ICE Gasoil Mai handelte zuletzt bei 517,25 Dollar, -3,00 Dollar. ICE Brent handelt bei 65,09 Dollar, das sind -0,23 Dollar zu, Schluss Mittwoch. ICE WTI handelt bei 61,15 Dollar.

 

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