Corona rückt wieder in den Fokus

Als so gut wie besiegt in den Hintergrund gerückt, gerät Covid-19 mit der aktuellen Delta-Variante zurück in den Fokus der Aufmerksamkeit

21.07.2021 | Christoph Warich

 

Trotz hoher Impfquoten und einer im Sommer geringeren Aktivität des Virus, nehmen die Infektionszahlen derzeit wieder massiv zu. Regierungen weltweit nehmen aktuell dennoch die meisten Einschränkungen für die Eindämmung der Pandemie zurück, wodurch sich die Gefahr ausbreitet, die zuletzt erreichten Erfolge in kurzer Zeit wieder zu verspielen.
Die deutlich ansteckendere Delta-Variante nimmt in den USA derzeit 83 Prozent der Neuinfektionen ein. Zu Beginn des Monats waren es noch 50 Prozent. Insgesamt kam es zu einer Steigerung der Neuinfektionen um 214 Prozent binnen des letzten Monats. Die Food an Drug Administration der USA geht zwar davon aus, dass insbesondere ungeimpfte Menschen mit der Delta-Variante angesteckt werden, die Impfgeschwindigkeit hat zuletzt jedoch stark nachgelassen.
Auch in Europa greift das Virus erneut um sich. Auch wenn die Neuinfektionen in Deutschland innerhalb des letzten Monats nur um 40 Prozent zugenommen haben, sind mit Großbritannien mit 402 Prozent und Frankreich mit 316 Prozent Steigerung vergleichbare Länder stark betroffen.
Die laufenden Entwicklungen zeigen, dass die Gefahr des Virus trotz hoher Impfquoten noch nicht gebannt ist, neue Mutationen sind auf keinen Fall auszuschließen. In Anbetracht dessen erhöht sich das Risiko für erneute Bewegungs- und Reiseeinschränkungen für die Bevölkerung, und damit ein Rückgang der Treibstoffnachfrage, eklatant.

US-Ölbestand legt zu

Seit Wochen gingen die Ölbestände der USA kontinuierlich nach unten. Die Kürzungen der OPEC+, die geringe US-Produktion sowie die hohe Raffinerieauslastung ließen auch für diese Woche kein anderes Bild erwarten. Entgegen der Prognosen meldet das American Petroleum Institute nun jedoch leichte Aufbauten in den Bereichen Rohöl sowie Benzin. Die erste seit acht Wochen. Während im Zentrallager in Cushing Oklahoma ein enormer Bestandsrückgang registriert wurde, stiegen die Vorräte in den übrigen Regionen dagegen umso mehr als üblich.
Die Auswirkungen auf die Preise dürften sich als verbraucherfreundlich erweisen, wenngleich mit einer Reaktion der Märkte erst nach der Veröffentlichung des Wochenberichts seitens des US-Energieministeriums DOE zu rechnen ist.

Notierungen

ICE Gasoil August handelte zuletzt bei 563,00 Dollar, +0,75 Dollar. ICE Brent handelt bei 69,07 Dollar, -0,28 Dollar. ICE WTI handelt bei 68,08 Dollar.

 

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