EIA korrigiert Preisprognosen nach oben

In ihrem gestern veröffentlichten Bericht hat die EIA die globale Rohölnachfrage für 2021 wieder nach oben sowie die weltweite Produktionsprognose nach unten korrigiert

07.04.2021 | Christoph Warich

 

Als Ergebnis sieht die EIA, die statistische Abteilung des US-amerikanischen Energieministeriums, ein durchschnittliches Angebotsdefizit von -0,99 B/T für das laufende Jahr. Im vergangenen Monat lag dieser Wert noch bei -0,41 Mio. B/T.
Dies hat zur Folge, dass auch die Preisprognosen allesamt nach oben korrigiert wurden. Die Nordseesorte Brent wurde um +0,86 Dollar auf 65,32 Dollar für das noch laufende Quartal angepasst.
Betrachtet man die Pläne der OPEC+, welche am vergangenen Donnerstag veröffentlicht wurden, kann man zum Schluss kommen, dass das Kartell mit seiner Produktionssteigerung bis zum Juli, trotz aktuell geringer Nachfrage, den Markt vor einer Unterversorgung im Kontext des gesamten Jahres bewahren wird. Eine gewisse Preisstabilität scheint das Ziel und auch das Ergebnis zu sein.

Iran-Sondierungen verliefen konstruktiv

Die sogenannte Joint Commission, bestehend aus Vertretern Großbritanniens, Frankreichs, Deutschlands, Chinas sowie Russlands traf gestern in Wien zusammen, um mit dem Iran Sondierungsgespräche über ein erneutes Atomabkommen abzuhalten. Ohne Anwesenheit der USA ließ man verlautbaren, dass die Gespräche konstruktiv verliefen und am Freitag fortgesetzt werden sollen.
Dies lässt sich grundsätzlich positiv bewerten, wobei von einem großen Durchbruch noch lange nicht die Rede sein kann. Vielmehr wird den Teilnehmern nun die Zeit eingeräumt ihre grundsätzlichen Forderungen zu formulieren, welche später zusammengeführt und übereingebracht werden sollen. Es kann schon als Erfolg betrachtet werden, dass die Verhandlungen überhaupt fortgesetzt werden.

US-Nachfrage erholt sich zunehmend

Die wirtschaftliche Lage der USA verbessert sich rasant und lässt die Märkte positiv in die Zukunft blicken. Nachdem Texas bereits im letzten Monat seine Lockdowns und Beschränkungen vollständig zurückgenommen und auch im Bereich der coronabedingten Krankenhausaufenthalte ein 10-Monatstief erreicht hat, wird der wirtschaftlich stärkste US-Staat, Kalifornien, nachziehen und seine Wirtschaft bis zum 15. Juni vollständig öffnen. Die USA sind mit ihren Impfkampagne weiter als viele andere große Industrienationen, womit die Öffnungen gerechtfertigt werden. Während Europa also weiterhin mit immer neuen Einschränkungen zu kämpfen hat, nutzen die vereinigten Staaten ihren Vorteil nun auch wirtschaftlich grundlegend aus.

Notierungen

ICE Gasoil April handelte zuletzt bei 500,50 Dollar, -3,00 Dollar. ICE Brent handelt bei 63,13 Dollar und damit +0,39 Dollar zum Schluss des Vortags. ICE WTI handelt bei 59,61 Dollar.

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