Absturz unter 30 Dollar pro Fass

Iran steht mit Ölverkauf in den Startlöchern. Euro zunächst stabil.

15.01.2016

Es ist soweit, die ersten Experten rechnen bereits mit einem Ölpreis von zehn Dollar pro Barrel. In dieser Woche hatte sich der Ölpreis zeitweise nicht mehr bei 30 Dollar pro Barrel halten können. WTI war sogar teurer als Brent, während die Nordseesorte erstmals seit Jahren die Schallmauer von 30 Dollar nach unten hin durchbrochen hatte. Nach wie vor scheinen die Marktgesetze nicht mehr viel zu gelten: Der Konflikt zwischen Saudi-Arabien und dem Iran wegen eines hingerichteten schiitischen Predigers hätte in einem Marktumfeld von vor zehn Jahren deutliche Kurssprünge zur Folge gehabt. Immerhin entzündete der Konflikt zwischen den beiden wichtigsten Opec-Ländern.

Stattdessen steht weiter China im Fokus des Handels. Zwar wies die Regierung in Peking wieder ein ordentliches Wachstum aus. Doch scheint niemand den Zahlen zu trauen. Doch die Ölimportzahlen stiegen zuletzt im Dezember um mehr als neun Prozent, berichtet MarketWatch. Das reicht jedoch nicht, um dem Ölmarkt das Vertrauen in ein rasches Abfließen der Ölschwemme in Richtung Asien zu geben - zumal der Iran in den kommenden Wochen mit seinem Ölverkauf beginnen möchte, sobald das Embargo endgültig gefallen ist. Diesen Umstand nutzt China, um seine eigenen Öllager mit billigem Öl zu füllen.

Schon am Montag könnte der Iran mit dem Verkauf beginnen. Die europäischen Ölfirmen warten bereits darauf. Voraussagen sprechen von einem Exportvolumen in Höhe von 5 Milliarden US-Dollar jährlich. US-Firmen werden diese Situation aussitzen müssen - ihnen ist es nicht erlaubt, in iranisches Öl zu investieren, berichtet Bloomberg. Im Blick habe der Iran vor allem den europäischen und asiatischen Ölmarkt, um sein schwarzes Gold zu verkaufen, insbesondere den schnell wachsenden indischen Markt, so die International Business Times. 22 riesige Rohöltanker besitze der Iran, 13 davon seien bereits voll oder nahezu voll beladen.

Der Euro dagegen ist derzeit stabil. Mittel- bis langfristig läuft die Politik der US-Fed und der EZB jedoch auseinander. Während die Zinserhöhung in den USA nach acht Jahren endlich eingetreten ist, wird Europa darauf noch eine ganze Weile warten. Die Inflation liegt bei niedrigen 0,2 Prozent, Hauptbremse: die niedrigen Energiepreise. Dabei mahnen die Zentralbanker weiterhin vor einer drohenden Deflation, so das Handelsblatt. Ihr gilt die größte Sorge, weshalb sich die EZB auch weiterhin bis März 2017 mit einem billionenschweren Anleihekaufprogramm dagegen stemmt. 

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