Konzerne kürzen Ausgaben

Schieferölproduktion in Kanada nicht rentabel. China kauft weiterhin Öl ein.

23.10.2015

Der Ölpreis bleibt weiter unstet, schafft es aber auch in dieser Woche nicht signifikant über die 50-Euro-Marke. Demzufolge waren auch die Meldungen in dieser Woche weniger vom Ölpreis selbst geprägt. Die Auswirkungen stehen weiter im Mittelpunkt: So sind auch europäische Konzerne vom Ölpreisverfall betroffen, kürzen ihre Ausgaben für Investitionen oder gleich ihre Mitarbeiteranzahl. Das berichtet das Handelsblatt. Dennoch deuten sich Anzeichen an, dass die großen Drei in Europa, Royal Dutch Shell, Total und BP das Ruder herumreißen können. Dafür verantwortlich sind der Stellenabbau, finanzielle Kürzungen und Produktionsdrosselungen.

Diese haben wiederum Auswirkungen auf die kanadische und US-Schieferölproduktion. Shell hat in dieser Woche bekanntgegeben, ein Ölsandprojekt in Kanada stillzulegen. Der Ölpreis sei zu niedrig, die Produktion dort rechne sich nicht mehr, so der Konzern. Ein weiterer strategischer Schwenk nach dem Rückzug aus der Arktis, meldet das Manager Magazin. Und ein weiterer Sargnagel für die Schieferölproduktion, an deren Dahinscheiden die Opec mit ihrer Rekordförderstrategie arbeitet. Die Zahlen sprechen auch hier eine eindeutige Sprache: Um 16 Förderstellen ist der sogenannte Oil Rig Count in den USA gefallen. Mittlerweile gibt es dort nur noch 578 Oil Rigs, von ehemals mehr als 1.600, so das Wall Street Journal.

Die Opec und Russland fördern derweil weiter Rekordmengen. Die Talsohle sei erreicht, heißt es in einem Kommentar des Brennstoffspiegels. Die Opec setze dabei vor allem auf die sinkenden Investitionen der Ölfirmen, die zu einer Unterversorgung führen könnten. Deshalb sagt die Organisation steigende Preise für 2016 voraus - und hofft, dass dies auch eintritt. Denn schon jetzt ziehen saudische Behörden Milliarden Dollar aus Auslandsinvestitionen ab, um die eigene Wirtschaft zu stützen. Wie lange Saudi-Arabien also noch auf hohem Niveau weiterfördern kann, ohne die eigene wirtschaftliche Stabilität zu gefährden, ist unklar.

Vieles hängt von der Weltkonjunktur ab. Vor allem China macht weiter Sorgen, die zweistelligen Wachstumszahlen wird es künftig nicht mehr geben. Dennoch kauft China weiter Öl, denn der Preis stimmt. Und es hängt vieles vom Überleben der US-Schieferölproduktion ab. Denn letztlich war die deutliche Ausweitung der US-Produktion - plus Lockerung des Exportverbotes für US-amerikanisches Öl - der Startschuss für den Kampf um Marktanteile, die Verteidigungsstrategie von Saudi-Arabien lediglich eine Gegenreaktion.

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