Breites Angebot, geringe Nachfrage

Reaktionen des Marktes nach Russland-Sanktionen. Kontinuierlicher Anstieg von Öl-Produktion in den USA.

12.09.2014

Angesichts der neuerlichen Sanktionen der Europäischen Union gegen Russland reagiert der Markt sehr verstimmt: Sowohl Dax als auch Öl verlieren. Dass Rohöl immer günstiger wird, liegt jedoch an mehr Faktoren. Zum einen ist nach wie vor viel Öl vorhanden, wird allerdings wenig nachgefragt. Das bestätigt auch die Internationale Energieagentur in ihrer jüngsten Prognose. Demnach beschleunigt die schwache Nachfrage aus Europa und China den Preisverfall weiter. In dieser Woche kostete Brent unter 100 Dollar pro Barrel.

Gleichzeitig steigt die US-amerikanische Inlandsproduktion von Öl kontinuierlich an. Zukäufe aus dem Ausland werden seltener, Experten rechnen sogar damit, dass sich die USA über kurz oder lang selbst mit Öl versorgen kann. Dies liegt an dem Voranschreiten der umstrittenen Fördermethoden wie Fracking und das Gewinnen von Rohöl aus Ölsand. Möglicherweise könnte die Produktion die Acht-Millionen-Barrel-Grenze überschreiten, 2015 sogar neun Millionen Barrel betragen, so das "Oil and Gas Journal".

Geringe Nachfrage und viel Öl auf den internationalen Märkten drücken den Preis. "Energy Global" meldet, dass die Weltölproduktion weiter steigt. Dies liege vor allem am Energiehunger von China und anderen asiatischen Ländern, während der Verbrauch in westlichen Industrieländern, in den USA und Europa, langsam falle. Hinzu kommt, dass Libyen trotz eines anhaltend Konfliktes zwischen Gemäßigten und Islamisten seine Ölausfuhr weiter erhöht. So hat nach Angaben von "World Oil" die Produktion die Marke von 725.000 Barrel pro Tag erreicht - und steigt weiter. Dennoch fällt der Heizölpreis nur moderat. Dies liegt am schwachen Euro.

Zwar nützt der derzeit der Exportwirtschaft und führt zu neuen Höchstständen, vor allem in der deutschen Wirtschaft. Allerdings führt ein schwacher Euro zu teureren Importen, sodass an der Tankstelle wie auch beim Heizölhändler die Preise nicht so stark fallen wie erwartet. Heizöl bleibt nach wie vor interessant für den Verbraucher, doch sind möglicherweise in den kommenden Tagen weitere Preisabschläge zu erwarten, sollten die Opec-Staaten nicht gegensteuern.

Heizöl-Preisrechner

Laptop Preismail

Die comoil-Preismail

Sie erhalten eine E-Mail mit dem aktuellen Heizölpreis für Ihren Lieferort und Ihre Bestellmenge. Täglich, alle 3 Tage, wöchentlich oder alle 2 Wochen, ganz wie Sie wollen. Einfach mal ausprobieren.

Mehr erfahren

Handy Preisalarm

Der comoil-Preisalarm

Automatisch melden wir uns per E-Mail bei Ihnen, wenn der von Ihnen festgelegte Preisbereich über- bzw. unterschritten wird. Natürlich aktuell und abgestimmt auf Ihren Lieferort und Ihre Bestellmenge.

Mehr erfahren

Der comoil Heizöl Newsletter

Newsletter

Der comoil Heizöl-Newsletter "comoil kompakt" informiert Sie in unregelmäßigen Abständen rund um das Thema Heizöl. "comoil kompakt" ist selbstverständlich kostenlos und unverbindlich.

Newsletter abonnieren