Brent steigt deutlicher als WTI

Marktausfälle in Irak und Libyen durch Kiregsbeschädigungen an Ölhäfen und Förderanlagen.

06.03.2015

Die EZB beginnt am kommenden Montag mit dem Ankauf von Staatsanleihen. Der Dax quittiert die zu erwartende billionenschwere Geldschwemme mit Kurssprüngen, gleichzeitig ist eine weitere Abwertung des Euro gegenüber dem US-Dollar zu erwarten. Das wird die Rohölimporte verteuern, für Heizölkunden bedeutet dies also eine Preissteigerung in den kommenden Tagen. Gemeinsam mit dem Preis für Brent klettert der Heizölpreis in dieser Woche langsam und stetig weiter. Immer wieder wurde er zwar durch leichte Abschwünge unterbrochen. Die Tendenz weist jedoch weiterhin aufwärts. 

Warum der Brentpreis im Gegensatz zu WTI deutlicher ansteigt, erklärt das Wallstreet Journal. Demnach erwartet der Markt Lieferausfälle aus Ländern, die die Nordseesorte liefern: Irak und Libyen. Vor allem in Libyen gehen die Kämpfe zwischen den beiden Regierungen und den islamistischen Rebellen mit unverminderter Härte weiter und ziehen auch Ölhäfen und Förderanlagen in Mitleidenschaft. Dafür scheint die Nachfrage in den USA gleichzubleiben, während sich die Lager weiter füllen.

Der Preiskampf Saudi-Arabiens mit dem Fracking-Land USA hat bisher nicht den gewünschten Niedergang dieser Industrie gebracht. Kurzzeitig wurden zahlreiche Firmen zum Aufgeben oder Verschieben der Investitionen in neue Bohrlöcher gezwungen, doch das reicht bisher nicht aus. Jene Situation bewirkt, dass der Preis für WTI weniger stark steigt. Dies bestätigt auch die "Welt". Dennoch bleibt abzuwarten, wie sich die Fracking-Industrie in den kommenden Wochen und Monaten verhalten wird.  

Dass auch die Investoren mittlerweile auf eine Erholung des Ölpreises spekulieren, meldet das Wirtschaftsmagazin Capital. Das Angebot werde allerdings noch in den kommenden Wochen hoch bleiben, so Experten. Investoren bräuchten Geduld. Gleiches gilt für Heizölkäufer. Erwartbar sind in der kommenden Woche weiter steigende Preise, sollte die Ausgangslage weiter so bleiben wie jetzt. Zu beobachten ist auch der Europreis. Ein weiterer Mitspieler im Preisgefüge ist allerdings auch die Witterung - in Deutschland dürfte sich das kalte Winterwetter in den kommenden Tagen deutlich entspannen.

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