China schwächelt, US-Lager füllen sich

Saudi Arabien baut Ölproduktion aus. Iran mit Öl-Verkauf in den Startlöchern.

21.08.2015

Der starke Ölpreisverfall lässt Heizölverbraucher hoffen - die Saison zur Nachbevorratung hat längst begonnen, da kommt ein derartiger Preissturz gerade recht. Die Gründe dafür liegen vor allem in der scheinbaren Schwäche Chinas. Die Aktienmärkte dort verloren massiv. Lange hatten vor allem Kleinanleger in Aktien investiert, der aktuelle Vertrauensverlust schwächt vor allem die Industrie. Als größter Ölkonsument wird außerdem vermutet, dass das Überangebot an Rohöl weltweit durch Chinas Energiehunger nun nicht mehr mitabgebaut wird. Die Folge: Die Rohöl-Futures werden abgestoßen. Der Ölpreis sinkt.

Hinzu kamen in dieser Woche starke Lageraufbauten in den USA. Der Preiskampf zwischen den Opec-Staaten, allen voran Saudi-Arabien, und der US-Fracking-Industrie hat offenbar aus Sicht der Opec noch nicht die gewünschte Wirkung erzielt. Saudi-Arabien hat vielmehr seine Produktion weiter ausgebaut und fördert nach Kräften. Die Folge hier: Investoren erwarten noch mehr Rohöl auf dem Markt, als ohnehin schon vorhanden ist. Zusammen mit einer stotternden Weltkonjunktur wird nicht erwartet, dass dieses Überangebot so schnell abgebaut werden kann. Zumal der Iran in den kommenden Monaten ebenfalls mit dem Export und Verkauf seines Rohöls beginnen wird.

Dabei handelt es sich allerdings nicht um ein Problem mangelnder Nachfrage, wie die ARD berichtet. Vielmehr ist das Angebot so groß, dass die gute Nachfrage den Preis nicht treiben kann. Der abrutschende Preis setzt außerdem den Ländern zu, die massiv von Ölexporten abhängig sind wie zum Beispiel Russland. Aber auch Norwegen hat zu kämpfen. Wie die "Welt" unter Berufung auf den Wirtschaftsdienst Bloomberg berichtet, ist das Wirtschaftswachstum dort nahezu stillgelegt. Die Arbeitslosenzahlen steigen. Der Leitzins sinkt, um die Wirtschaft wieder anzukurbeln. 

Auch Venezuela taumelt. Wie das "Manager Magazin" berichtet, beträgt dort die Inflationsrate durch den extrem gefallenen Ölpreis mittlerweile zwischen 120 und 220 Prozent. Mitverantwortlich seien aber auch Korruption und eine falsche Politik der vergangenen Jahre, so das Magazin unter Berufung auf die International Crisis Group. Es drohe ein Pulverfass in Südamerika - trotzdem das Land auf den größten Ölreserven weltweit sitzt.

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