Crash in China, Reformwille in Athen

Sollte die wirtschaftliche Krise in China sich zuspitzen, kann dies Auswirkungen auf den Ölpreis haben.

10.07.2015

Diese Woche war geprägt von dem überraschenden Zugeständnis Athens, nun doch die Reformpläne Brüssels wenigstens zum Teil umzusetzen. Wie das mit dem Referendum vom vergangenen Sonntag zu vereinbaren ist, in dem die Griechen mehrheitlich dagegen gestimmt hatten, ist allerdings ein Rätsel. Nun beraten IWF, EU und EZB erneut darüber, ob diese Reformvorschläge reichen. Unter anderem soll das Renteneintrittsalter erhöht werden, eine moderne Steuerverwaltung etabliert werden, der traditionell hohe Rüstungsetat Griechenlands wird gekürzt, meldet das Handelsblatt. Der Euro dankte es dem neuen Pflänzchen der Hoffnung, das in den Investoren damit keimt, und erholte sich ein wenig, kletterte immerhin über 1,11 US-Dollar. 

Geklettert ist ebenfalls der Ölpreis. Die Lager in den USA füllen sich in dieser Woche wieder leicht, die Leitsorten klettern im Preis. Die USA werden in diesem Jahr so viel Öl fördern, dass sie eine Tagesproduktion von 9,5 Millionen Barrel pro Tag erreichen, so Bloomberg. Denn mittlerweile steigt die Zahl der Fracking-Bohrstellen wieder, nach einem kontinuierlichen Rückgang seit dem Beginn des Preiskampfes mit der Opec und besonders Saudi-Arabien. Erst 2016 soll der tägliche Output wieder sinken. Offenbar reicht die Stellschraube "Quantität" des geförderten Öls seitens Saudi-Arabien nicht aus, um den Preis dauerhaft niedrig zu halten. Entscheidend ist nun, wie die Verhandlungen mit dem Iran ausgehen. Sollte es eine Einigung über eine rasche Sanktionsaufhebung geben, dürften die iranischen Ölexporte schnell wieder zunehmen und das Überangebot weltweit weiter bedienen.

Ein weiterer Faktor in dieser Woche war der chinesische Börsencrash. Fast 30 Prozent hatte der chinesische Aktienindex verloren. Viele Kleinanleger, die wenig Ahnung vom Geschäft hatten, waren in den Aktienhandel durch günstige Konditionen und Versprechungen der Regierung gelockt worden. Nun regiert die Angst und lässt den Leitindex abrutschen. Das könnte weitreichende Folgen für die erfolgsverwöhnte chinesische Wirtschaft haben, wie die "Frankfurter Allgemeine" schreibt. 

Zieht diese Krise die chinesische Wirtschaft abwärts, könnte auch die Nachfrage nach Rohöl dort in Mitleidenschaft gezogen werden. Ein Umstand, der weiter Druck auf den Ölpreis ausüben wird. Und nicht nur Folgen für China hat: Denn auch die deutsche Wirtschaft braucht einen starken und stabilen Markt in China, um ihre Produkte dort absetzen zu können. Krankt die Wirtschaft in Asien, krankt der Export und damit letztlich auch die Wirtschaft vor der eigenen Haustür.

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