Das Öl bleibt billig

Fracking in den USA nicht mehr rentabel. Kürzung von Investitionen und Arbeitsplatzrückgänge.

04.09.2015

Die Wirtschaft in Deutschland freut sich über niedrige Ölpreise, ebenso wie der Verbraucher. Andernorts allerdings mehren sich die Sorgenfalten - vor allem auf Seiten derer, die Öl fördern. Insbesondere Länder, die zum Großteil ihre Staatsfinanzen aus dem Export von Rohöl beziehen, sehen unruhigen Zeiten entgegen. Aber auch Saudi-Arabien könnte Probleme bekommen. Das wird um so wahrscheinlicher, je länger der Ölpreis niedrig bleibt. Zusammengefasst hat die aufkommenden Probleme im Wüstenstaat die "Frankfurter Allgemeine Zeitung". Sparen kann der Staat demnach nicht - aus innenpolitischen Gründen.

Mit den Auswirkungen auf die USA beschäftigt sich der Artikel von Telepolis. Viele Fracking-Firmen könnten nicht mehr kostendeckend produzieren, bekämen dennoch Kredite. Eine neue Kreditblase drohe in dieser Industrie, heißt es. Ganz anders das "Oil and Gas Journal" - geringere Produktionskosten und die Tatsache, dass nur noch die "besten", weil profitabelsten Rigs Öl produzieren, veröndere die Schieferöl-Industrie - weg von einem Casino, hin zu einem seriöseren Geschäftsmodell.

Doch auch die europäische Ölproduktion ist angeschlagen. Das Fachblog Rigzone berichtet, dass die norwegischen Marktbeobachter erst 2018 von einem Ölpreis von 60 Dollar pro Barrel sprechen. Infolgedessen passiert das, was von Experten prognostiziert wurde: Arbeitskräfte werden entlassen, Investitionen werden gekürzt oder auf die lange Bank geschoben. Genau diese Entwicklung könnte dazu führen, dass der Ölpreis wieder steigt - gesetzt den Fall, dass die Weltkonjunktur schneller anspringt als erwartet. Allerdings sieht es im Moment nicht danach aus.

Derweil kommt Europa nicht aus dem Konjunkturkeller. Milliarden sind bereits in das Anleiheprogramm der Europäischen Zentralbank geflossen, allein, es verfängt nicht. Die Inflation dümpelt weiter bei 0,2 Prozent vor sich hin - geschuldet vor allem dem niedrigen Ölpreis. Absatzmärkte für Exporte brechen weg oder könnten in Zukunft wegbrechen - in Russland durch Sanktionen, in China durch die Wirtschaftsflaute. Da kommt es den Anlegern natürlich gerade recht, wenn EZB-Chef Mario Draghi ankündigt, weitere Milliarden notfalls in den Markt schießen zu wollen. Die "Wirtschaftswoche" nennt dies einen "fatalen Irrglauben".

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