Vier Faktoren, die den Preis beeinflussen

Konjunkturanstieg in Europa, EU-Embargo, Preiskrieg der Opec und der USA sowie Zinsanhebung.

18.09.2015

Die in dieser Woche steil nach oben zeigende Preiskurve für Rohöl hat ihre Ursache vor allem in der Hoffnung, dass die Konjunktur in Europa wieder anzieht. Vor allem die guten Zahlen aus Deutschland lassen hoffen. Dies liegt nach einem Kommentar des Handelsblattes vor allem an der starken Binnennachfrage im Land - die Deutschen kaufen weiter bei niedrigen Zinsen unverdrossen ein - und an den durch den schwachen Euro starken Exportzahlen. Mehrere Forschungsinstitute sehen Deutschland auch im kommenden Jahr auf einem soliden Wachstumskurs, so der Deutschlandfunk. Entscheidend sind nun die externen Faktoren.

Der Export nach Russland ist durch das EU-Embargo ins Stocken geraten. Auch der chinesische Markt könnte in den kommenden Monaten schwächeln. Die historisch zweistelligen Wachstumsraten für die Wirtschaft in Asien dürften mittlerweile vorbei sein - das ist nicht nur eine ökonomische Gesetzmäßigkeit, sondern auch notwendig, sagen Wissenschaftler laut "Frankfurter Allgemeiner Zeitung". Auch in China ist der Dienstleistungssektor im Kommen. Die Folge: Auch dort könnte im Zuge von Reformen und ökologischem Wandel das Rohöl eine weitaus geringere Rolle spielen als gedacht.

Ein dritter Faktor: der Preiskrieg zwischen Opec und den USA. Die Lager in den USA füllen sich mittlerweile wieder. Es wird, wenn auch auf niedrigerem Niveau als noch vor zwei Jahren, weiter gefrackt und Schieferöl gefördert. Das hohe Produktionsniveau in den Opec-Ländern, allen voran, Saudi-Arabien, hat bisher wenig Wirkung gezeigt. Indirekt könnte eine Kreditblase erzeugt werden, da viele Ölbohrstationen auf Kreditbasis errichtet werden. Sinkt das Preisniveau, wird die Refinanzierung schwieriger; bleibt das Vertrauen der Kreditgeber dennoch hoch, könnte die USA also auf eine neue Blase zusteuern

Vierter Faktor ist der fiskalische: die Zinsanhebung in den USA und die von der EZB gesteuerte Schwäche des Euro. Steigt das Zinsniveau in den USA, gehen Devisenhändler in den derzeit starken Dollar und stärken ihn weiter, der Euro hat das nachsehen. Das verbilligt europäische Exporte weiter, verteuert aber Rohölimporte, die in Dollar gehandelt werden. Dies könnte das Preisniveau des Rohöls trotz Überangebot beeinflussen. Allerdings ist zunächst das Heizöl noch billig - höchste Zeit also, die Tanks in den Kellern wieder zu füllen.

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