Der Markt justiert nach

Fracking-Industrie spürt den Preiskampf der Opec. Leitzins bleibt aufgrund der Exportwirtschaft unverändert.

22.05.2015

In dieser Woche haben zwei Ereignisse den Ölpreis entscheidend beeinflusst: das Protokoll der US-Fed sowie die wöchentliche Erhebung der EIA. Zum dritten Mal in Folge sind in Cushing die Pegelstände der US-Ölreserven gefallen. Der Markt nahm dies als Zeichen dafür, dass sich das Angebot in den USA weiter verknappt. Die Fracking-Industrie bekommt den Preiskampf mit der Opec immer deutlicher zu spüren. Ein zweites Signal für den Ölpreis war die Tatsache, dass die US-Fed die Leitzinsen noch nicht heben wird. 

Letzteres wirkt sich mittelbar auf den Ölpreis auch für Verbraucher aus. Öl wird in Dollar gehandelt, dieser ist im Augenblick relativ stabil gegenüber dem Euro. Erhöht die US-Fed die Zinsen angesichts einer guten Konjunktur, steigt der Dollar weiter. Händler erhalten also mehr Ware für ihr Geld. Der Euro jedoch würde stark unter Druck geraten, da Investoren in den zinsstärkeren Dollar investieren würden. Endverbraucher würden also weniger Heizöl für ihr Geld bekommen.

Noch aber warten die Händler ab, wie die "New York Times" schreibt. Denn ein hoher Dollar würgt die Exportwirtschaft in den USA ab. Also schiebt die US-Fed die geplante Zinswende noch hinaus, um die Wirtschaft nicht zu gefährden. Dennoch glauben Banken wie Goldman Sachs daran, dass der Ölpreis wieder sinken muss: Die Nachfrage sei unterschätzt, die Versorgung überschätzt, der Markt würde sich nachjustieren müssen. Dies schreibt OilPrice.com. Die Nachjustierung sei schon im Gange, die LAgerzahlen der USA zeigten deutlich, dass die Versorgungssicherheit der vergangenen Jahre in den USA längst nicht mehr so stark ausgeprägt ist. 

Eine Erholung der Preises, wie einige Analysten bereits heute schon prophezeien, sei demnach verfrüht. Vielmehr rechnet Goldman Sachs erst 2016 mit einer nachhaltigen Erholung, nachdem sich der Markt auf Barrelpreise von 45 Dollar im Oktober dieses Jahres einstellen muss, so das Handelsblatt.  Genau zu der Zeit, in der Heizölkunden also nachfassen müssen, um sich auf den Winter einzustellen. Aber dies ist bislang nur Spekulation.

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