Die Fed ist am Zug

Leitzinsen in den USA gestiegen. Opec verhandelt Abkommen auch mit Nicht-Opec-Staaten.

16.12.2016

Zwei Institutionen prägten in dieser Woche das Geschehen: die Opec und die US-Notenbank Fed. Die Opec-Staaten haben sich mit Nicht-Opec-Staaten wie Russland auf eine Förderbegrenzung geeinigt. Nach Handelsblatt-Angaben sind etwa ein Dutzend Nicht-Opec-Staaten mit der Förderkürzung einverstanden. Russland wird 300.000 Barrel weniger produzieren. Daraufhin stieg der Ölpreis wieder. Auch diese Vereinbarung des Ölkartells mit den Nicht-Opec-Staaten gilt wie die Opec-interne Kürzung für ein halbes Jahr. Ein gemeinsames Komitee soll die Förderquoten ab Januar 2017 überwachen.

Saudi-Arabien schultert die Hauptlast von 500.000 Barrel weniger innerhalb der Opec. Damit wird das Land zum großen Verlierer des Preiskampfes stilisiert, hat sich diplomatisch jedoch als erfolgreich erwiesen und die Opec wieder zu einem ernstzunehmenden Gewicht gemacht. Doch bei der Kürzung könnte ein weiteres Element hinzukommen, so das Portal OilPrice.com. Offenbar gibt es Berichte, wonach Riad die aggressive Förderung der vergangenen Monate entspannen will, um seine eigenen Ölfelder zu schützen. Die könnten sich so besser erholen, heißt es. Will das Land mehr produzieren, muss es mehr investieren. Deshalb soll die Produktion nun erst einmal gedrosselt werden.

Der Euro fällt auf 1,04 US-Dollar - dank der Entscheidung der US-Fed, die Leitzinsen anzuheben. Um einen Viertelprozentpunkt steigen sie und setzen dadurch den Devisenmarkt unter Druck: mehr Zinsen in den USA bedeuten mehr Rendite bei Devisenanlagen in US-Dollar. Entsprechend mehr Händler legen ihr Geld in Dollar statt in Euro an, was diesen wiederum schwächt. Das senkt die Kaufkraft des Euro gegenüber dem Dollar - und Rohöl wird international in Dollar gehandelt. Damit eröffnet sich ein weiteres preistreibendes Element für Heizöl. 2017 will die US-Fed die Zinsen weiter anheben, so Notenbankchefin Yellen nach Angaben des Manager Magazins.

Das API sprach von fast fünf Millionen Barrel mehr als in der Vorwoche und lag mit seiner Prognose völlig daneben - die Lager in den USA leeren sich. Dies nimmt den Druck etwas von den Preisen. Nach US-Angaben könnte die Ölproduktion in diesem Jahr wieder deutlicher wachsen. Schon jetzt ist die USA zweitgrößter Ölproduzent der Welt. Donald Trump vervollständigt indessen sein Kabinett weiter: neuer Außenminister soll Rex Tillerson werden, ein Ölmanager und langjähriger Chef von ExxonMobil. Er besitzt exzellente Verbindungen nach Moskau und ist ein erklärter Gegner der Sanktionen, die der Westen gegen Russland wegen dessen Intervention in die Ukraine verhängt hatte.

Steigende Zinsen dürften Trump nicht gefallen. Will er die Wirtschaft weiter ankurbeln, braucht er niedrige Zinsen, mit denen er sich Geld leihen kann. Deshalb erwarten viele einen Konflikt zwischen dem künftigen US-Präsidenten und der Notenbank. Die Deutsche Welle hat diesen Sachverhalt aufgearbeitet. Dass Trumps reichlich ambitioniertes Wirtschaftsprogramm durchführbar ist, muss sich erst noch zeigen. So lange wird die Fed wahrscheinlich die Füße stillhalten. Denn dafür wird er Rekordschulden machen müssen.

 

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