Die Förderkürzung wirkt

06.01.2017

Die von der Opec initiierte Förderkürzung ist das bestimmende Thema Ende des vergangenen und beginnenden Jahres. War sich der Markt zunächst unsicher, ob die Opec-Staaten die geplante Kürzung einhalten würden, zeigten Kuwait und der Irak nun, dass sich die ersten Mitglieder daran halten. Schwierig bleibt es deshalb, weil die Opec keinerlei Sanktionsinstrumente hat, um eine Kürzung bei unwilligen Mitgliedsstaaten durchzusetzen. Hinzu kommt, dass die Kürzung nur mit Hilfe von Nicht-Opec-Staaten wie Russland funktioniert, die einen deutlichen Anteil am Weltfördervolumen besitzen. Nun meldete Nicht-Opec-Mitglied Oman eine Kürzung um 45.000 Barrel.

Die Maßnahme soll dazu führen, dass der Ölpreis wieder steigt und vor allem die Länder dadurch entlastet werden, die den Löwenanteil ihres Haushaltes durch den Export des Rohstoffes bestreiten. Steigende Ölpreise bedeuten auch eine höhere Inflation in der Eurozone. Das dürfte die Europäische Zentralbank freuen. Dennoch bleiben die Zinsen wohl noch eine ganze Weile niedrig. Im Dezember betrug die Inflationsrate in Deutschland 1,7 Prozent - eine schlechte Nachricht für Verbraucher, die vor allem wegen der niedrigen Ölpreise eine niedrige Teuerungsrate erwarten durften. 

Auch Saudi-Arabien und Venezuela kürzen bereits oder bereiten Kürzungen vor, meldet OilPrice.com. Insofern sieht es also erst einmal danach aus, als würde die Vereinbarung auch von vielen signifkanten Kartellmitgliedern umgesetzt. Riesige Preissprünge erwarten Experten jedoch nicht. Das hat verschiedene Gründe. Zum einen war die Kürzung trotz vielen Bangens lang erwartet worden und bereits vor Beschluss in den Preis miteingeflossen. Einen gewaltigen Preissprung hat also letztlich die Einigung von Opec und Nicht-Opec-Staaten nicht verursacht. Zweitens: der Dollar steigt. Nicht in dieser Woche, doch dürfte die gute Arbeitsmarktlage und die US-Konjunktur auf lange Sicht einen stärkeren Dollar zur Folge haben. 

Dafür verantwortlich sein wird auch die US-Fed, die ihre Leitzinsen in diesem Jahr wieder erhöhen wird. Weil die Wirtschaftspläne des designierten Präsidenten Donald Trump für massive Unsicherheit am Markt sorgen, dürfte die Fed mit ihren Leitzins-Plänen sogar schneller vorpreschen als geplant, so das Handelsblatt. Das soll die Akteure beruhigen und für mehr Stabilität sorgen. Auf der anderen Seite des Atlantiks wird ein stärkerer Dollar automatisch den Euro schwächen, also die Kaufkraft für Rohöl. Ein schwacher Euro aber soll Exporte ankurbeln, weshalb die EZB weiterhin Milliarden in den Markt pumpt. Höhere Ölpreise steigern die Inflationsrate - also spielen diese Entwicklungen der EZB künftig in die Hände.

Tendenziell werden die Heizölpreise also steigen. Allerdings sind extreme Teuerungen, glaubt man den Experten, erst einmal nicht zu erwarten. Dennoch wird es energiepreislich ein teureres Jahr als das vorangegangene - Kunststück, denn weniger als im vergangenen Jahr haben Heizölkäufer wohl lange nicht mehr gezahlt. Was 2017 in Sachen Ölpreis erwartet werden kann, hat NTV zusammengestellt. 

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