Die Folgen niedriger Ölpreise

Deutsche Unternehmen haben Problemen aufgrund des niedrigen Ölpreises. Die Auswirkungen spüren auch afrikanische Ölländer.

20.03.2015

Diese Woche eröffnete die neue EZB-Zentrale in Frankfurt, begleitet von teils gewalttätigen Protesten. Sie richteten sich vor allem gegen die Austeritätspolitik der EU. Nach wie vor gibt es keine deutlichen Aussagen aus Athen, die die EU-Institutionen versöhnlich stimmen. Stattdessen kündigte Ministerpräsident Tsipras ein millionenschweres Hilfsprogramm für Bedürftige an. Aktuelle Verhandlungen in Brüssel aber sollen die griechische Regierung dazu bringen, eindeutige Aussagen zu ihren Reformplänen zu machen, denn die Zeit drängt. Griechenland braucht bald Geld, sonst können notwendige Ausgaben wie Renten oder Beamtengehälter nicht mehr gezahlt werden. 

In diesem Spannungsfeld hat sich der Euro allerdings wieder erholt. Dies liegt vor allem an den Aussagen der US-Fed. Noch ist eine Anhebung der Leitzinsen nicht beschlossen, wenn auch absehbar. Die Notenbank beobachtet weiterhin Faktoren, die die US-Wirtschaft beeinträchtigen könnten, bevor sie sich endgültig zu dem Zinsschritt entschließt. Diese abwartende Haltung unterstützt den Euro, verpasst dem US-Dollar wieder einen Dämpfer. Dennoch bleibt der niedrige Euro für Heizölkunden ein Dorn im Auge, er verteuert weiterhin Importe.

Der niedrige Ölpreis belastet mittlerweile auch deutsche Unternehmen. Die NZZ meldet, dass Siemens wegen des niedrigen Ölpreises Investitionen zurückfährt. Gleichzeitig muss es mehr für die Übernahme eines Unternehmens in Euro bezahlen - wegen des ungünstigen Wechselkurses zum Dollar. Die BASF-Tochter Wintershall jedoch will ihr Geschäft in der Öl- und Gasproduktion in den kommenden Jahren ausbauen, meldet das Handelsblatt. Das könnte sich auszahlen, sobald die weltweite Nachfrage wieder anzieht und die Ölschwemme wieder abebbt. Riskant bleibt es dennoch, da das Unternehmen bereits jetzt Einbußen wegen des niedrigen Ölpreises erleidet.

Wie stark die Auswirkungen des niedrigen Ölpreises sind, hat CNN Money zusammengefasst: Vor allem die afrikanischen Ölförderländer leiden, brauchen sie doch einen deutlich höheren Ölpreis als die Saudis für ihren Staatshaushalt. Insbesondere Nigeria und Angola hat der Preisverfall getroffen. Hinzu kommt in Nigeria die Gefahr durch Boko Haram, der islamistischen Terrorgruppe, die bereits zu einer Verschiebung der Präsidentschaftswahlen geführt hat. 

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