Enger Preiskorridor

Trumps ölfreundliche Erlasse könnten zu einem neuen Konflikt mit der Opec führen.

10.02.2017

Die Voraussagen des American Petroleum Institute waren in dieser Woche korrekt: Die Rohölbestände in den USA sind deutlich gestiegen, wie das Department of Energy bekanntgegeben hat. Demnach verzeichnete die Behörde offiziell 13,8 Millionen Barrel mehr Rohöl in den Tanks. Experten erwarten gleichzeitig eine schwächere Nachfrage in China. Das könnte jedoch nur ein kurzfristiger Einbruch sein, die Internationale Energieagentur sagt jedenfalls einen steigenden Bedarf voraus, während die Opec ihren Ausstoß an Rohöl in den vergangenen Wochen weiter gedrosselt hat. Die Nachrichten der vergangenen Wochen haben zu einem engen Preiskorridor geführt, in dem sich der Ölpreis nun bewegt. Deutliche Ausbrüche nach oben und unten waren nicht zu verzeichnen.

Neue Erlasse von US-Präsident Trump könnten jedoch bald zu einem neuen Konflikt mit der Opec führen. Denn wenn es nach ihm geht, soll auch in Sachen Energy sein Motto "America first" gelten. Demnach soll die Ölbohrindustrie gestärkt und der Umweltschutz geschwächt werden, um in Zukunft mehr US-Öl aus dem Boden zu holen. Die Zahl der Ölbohrlöcher in den USA steigt bereits jetzt, ebenso die prognostizierte Menge an Öl, das die USA aus dem Boden holen. Die Internationale Energieagentur spricht von knapp neun Millionen Barrel in diesem Jahr und 9,5 Millionen im kommenden Jahr. Laut Baker Hughes ist die Zahl der Ölbohrlöcher um 17 auf 729 gestiegen - stolze 158 Bohrlöcher mehr als im vergangenen Jahr.

Neue Ölbohranlagen werden also in hoher Zahl in den USA in Betrieb genommen, die geförderte Menge jenseits des Atlantiks steigt damit mittelfristig. Zeit, sich nach dem harten vergangenen Jahr zu sanieren: Royal Dutch Shell verkauft seine Beteiligung an einem Nordsee-Förderunternehmen für Öl und Gas, ebenso eine Beteiligung an einem Gas-Projekt in Thailand. Das berichtet das Handelsblatt. Damit will der Konzern seine Verschuldung durch einen Zukauf abbauen. Die niedrigen Ölpreise hatten zu zahlreichen Konsolidierungsbestrebungen in der Branche geführt, auch zu Zukäufen. 

Druck erwächst für den Ölpreis auch aus dem Konflikt zwischen den USA und dem Iran. Nach dem Test einer ballistischen Rakete haben die Vereinigten Staaten Sanktionen gegen Teheran verhängt. Dies meldete unter anderem die Tagesschau. Nun erwägt Teheran Sanktionen gegen die USA. Die von den USA verhängten Sanktionen haben derzeit jedoch keinen Einfluss auf die Ausweitung der Ölförderung im Iran. Der Konflikt ist im derzeitigen Ölpreis bereits eingepreist und dürfte zunächst wenig Auswirkungen darauf haben.

Spannend bleibt es in Europa: die bevorstehende Präsidentschaftswahl in Frankreich könnte sich zu einer entscheidenden Richtungswahl entwickeln. Nachdem der republikanische Kandidat Francois Fillon eine Affäre wegen angeblicher Beschäftigung seiner Frau Penelope am Hals hat, treibt dies die Spekulationen um die Auswirkungen auf Marine Le Pens Umfragewerte. Plötzlich ist der sozialliberale Kandidat Emmanuel Macron in den Umfragen Le Pens Gegner in der Stichwahl, die am 7. Mai abgehalten wird, so der "Spiegel". Die Situation in Frankreich könnte den Euro beeinflussen, da Le Pen aus der Währung aussteigen und notfalls ein Ausscheiden Frankreichs aus der EU vorantreiben will.

 

 

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