Entscheidende Tage für den Iran

Griechenland-Abstimmung sorgt für Verunsicherungen. Verhandlungen über Aufhebung des Iran-Embargos.

03.07.2015

Das Drama um Griechenland geht in die nächste Runde. Das angekündigte Referendum der griechischen Syriza-Regierung, bei dem das Volk über Ja oder Nein zu den Reformbedingungen aus Brüssel abstimmen soll, hat die Wirtschaft verunsichert. Die Börsen reagieren negativ, der Euro tendenziell ebenfalls. Doch ein großer Crash ist bislang ausgeblieben. Noch warten die Händler ab, berichtet auch das Handelsblatt. Ein Nein würde die Verhandlungsposition der Athener Regierung gegenüber Brüssel stärken. Ein Ja zu den Reformen schwächt sie und bringt die Regierung Tsipras womöglich ins Wanken. 

Dennoch bleibt der Zahlungsausfall Griechenlands ein Tatbestand, der IWF hat die fälligen Milliarden in dieser Woche nicht zurückerhalten. Griechenland ist faktisch pleite. Die Folgen bleiben bislang noch im Dunkeln, genauso, ob Griechenland aus dem Euro ausscheidet oder nicht. Einen ähnlichen Fall hat es in der Geschichte bislang nicht gegeben. Alle Akteure bewegen sich auf unbekanntem Terrain.

Etwas bekannter dafür ist das Terrain für die Verhandlungspartner in den Atomverhandlungen mit dem Iran. Hier geht es vor allem darum, wie und wann die Sanktionen gegen den Iran aufgehoben werden könnten. Je schneller die Sanktionen fallen, desto schneller nimmt das Land seine Erdölexporte wieder auf. Millionen Barrel lagern derzeit im Land oder auf Schiffen. Es geht um mehr als nur um wirtschaftliche Belange, denn Iran ist zu einem politischen Schwergewicht im Nahen Osten geworden. Dennoch könnte der nahende, in Schwung kommende Ölexport das Landes dem Preiskampf der Opec gegen die USA in die Hände spielen.

Denn dadurch könnte der Ölpreis erneut unter Druck geraten und die Fracking-Industrie noch mehr schwächen. Auswirkungen aber hat dies auch auf schwächere Opec-Länder wie Venezuela. Hier kommt es schon jetzt zu einer schweren Wirtschaftskrise durch den niedrigen Ölpreis. Nun springt sogar der Iran dem chronisch klammen südamerikanischen Land bei, berichtet die Deutsche Welle.

In dieser Woche hat der Ölpreis bisher wenig reagiert. Das könnte sich allerdings ändern, sofern das griechische Referendum gegen die Reformen ausfällt oder die Verhandlungen mit dem Iran zu einem positiven Ende gelangen. Beide Ereignisse liegen im Moment im Fokus der Investoren und könnten zu weiteren Preisabschlägen bei Heizöl und Rohöl führen.

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