Fallender Ölpreis und fallender Eurokurs

Investoren fließen vom Euro zum US-Dollar. Grund dafür sind höhere Zinsen.

26.09.2014

Den Preis für Heizöl bestimmte in dieser Woche vor allem der Eurokurs sowie charttechnische Effekte. Letzteres bedeutete für Investoren, dass der niedrige Ölpreis eher zum Kaufen einlädt. Nachhaltig war dieser Effekt jedoch nicht. Für den Euro bedeuten derzeit die eher schwachen Wirtschaftsaussichten im Euroraum, dass weiterhin Investoren in den US-Dollar fliehen, da in den USA eher mit höheren Zinsen zu rechnen ist als in der EU. Dies hat die US-Fed jedenfalls durchblicken lassen.

Derweil hat sich eine Koalition zur Bekämpfung des "Islamischen Staates" (IS) gebildet, die Ölanlagen vor allem in Syrien bombardiert. Als wichtige Einnahmequelle der Terrormiliz sind diese wichtiges Ziel der Verbündeten, zu denen die USA, aber auch arabische Staaten gehören. Einfluss auf den Ölpreis hatten diese Angriffe jedoch kaum, zu unwichtig sind die syrischen Ölanlagen für die Weltwirtschaft. Dies bestätigt auch der Wirtschaftsdienst Bloomberg. Wichtiger bleiben die Ölfelder im Irak, die sich jedoch vor allem im Süden des Landes befinden - dort, wo sich der IS bisher noch nicht hin ausbreiten konnte.

Gleichzeitig fahren immer mehr libysche Produktionsanlagen ihren Output hoch. Dies bedeutet eine weitergehende Überversorgung des Marktes, der für Rohöl derzeit zu wenig Käufer weltweit findet. Der Ölpreis könnte also weiter niedrig bleiben, sollte sich die Opec nicht dazu entschließen, kurzfrisitigere Maßnahmen zu ergreifen. Doch hat sie bereits beschlossen, die Fördermenge erst im kommenden Jahr drosseln zu wollen. Immerhin habe sich der Ölpreis in den vergangenen drei Monaten um 15 Prozent verringert, so das Wall Street Journal.

Verringert hat sich auch der Eurokurs. Das ist allerdings politisch gewillt. EZB-Chef Mario Draghi versucht, auf diese Weise die europäische Wirtschaft anzukurbeln und Exporte zu verbilligen. Für Verbraucher aber bedeutet der fallende Eurokurs, dass Käufe im Ausland teurer werden - US-Reisende bekommen dies schon jetzt zu spüren. Doch auch Rohöleinkäufer müssen mehr pro Barrel hinblättern, weshalb weder der Benzin- noch der Heizölpreis angesichts eines niedrigeren Ölpreises fällt. Welche Auswirkungen der niedrige Eurokurs hat, hat das Handelsblatt schon vor knapp einem Monat zusammengefasst. 

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