Ölpreis könnte auf 60 Dollar fallen

Europäische Wirtschaft benötigt weniger Öl. Rabatte für USA und Asien.

28.11.2014

Der Preiskampf um Marktanteile für Öl geht in die nächste Runde. Gestern hatte Saudi-Arabien angekündigt, die Preise für Öl im Januar zu senken: USA und Asien erhielten demnach Rabatte, die USA von bis zu 90 Dollar-Cent pro Barrel, Asien von bis zu 1,90 US-Dollar, berichtet das Wall Street Journal. Dagegen soll der Preis für Länder in Europa steigen - um bis zu 50 Dollar-Cent pro Barrel. Dies könnte weiter Druck auf die europäische Wirtschaft ausüben, die derzeit weniger Öl verbraucht. Die Konjunkturschwäche erfordert weniger Öl, also soll der Preis steigen, so die Rechnung der Saudis.

Dagegen könnte billigeres Öl in den USA dazu führen, dass Einkäufer künftig genauer hinsehen, wo sie ihr Öl kaufen. Solange dies in den USA noch billiger ist, kaufen sie im Inland. Doch wie lange wird dies noch so bleiben? Die Schieferöl-Produktion lohnt sich, wenn der Preis teuer ist. Billiges Öl wiegt die Kosten des Frackings bald nicht mehr auf. Dann könnten immer mehr Produzenten gezwungen werden, aus der US-Produktion auszusteigen, weil sie uprofitabel wird.

Der Preis selbst wird auf 60 Dollar pro Barrel fallen, so die Wirtschaftswoche. Diese Prognose kommt aus Saudi-Arabien selbst. Mit diesem Preis könnten einige Golfstaaten, Saudi-Arabien vorweg, eine Zeit lang gut leben - sie besitzen genügend Reserven. Schwierig wird es für Länder Südamerikas oder Afrikas, die zu großen Teilen von den Öleinnahmen ihren Haushalt finanzieren. Und dann ist da noch der Iran - dessen Öl wird derzeit auf Schiffen gelagert, die sofort auslaufen könnten, sollten die Sanktionen gegen das Land weiter gelockert werden. 

Doch die Aussichten stehen eher schlecht, dass eine neue Ölschwemme aus dem Iran den Preis weiter drücken könnte. Sowohl in den USA als auch im Iran gewinnen die Hardliner im Atomstreit mit dem Iran an Boden, ein erfolgreicher Abschluss der Gespräche steht mehr in den Sternen denn je in den vergangenen Monaten. 

Schwierig wird die Situation auch für Russland. Nachdem die Opec-Staaten keine Fördermengenbegrenzung beschließen wollten, sackte der Rubel erneut ab, so das Handelsblatt. Die Wirtschaft könnte im kommenden Jahr in eine Rezession schlittern und damit weiter Öl ins Feuer gießen. Denn Russlands Haushalt ist ebenfalls zu einem Teil von Öleinnahmen abhängig, die nun immer weniger Geld bringen. Diese Gemengelage belastet den Ölpreis, sorgt allerdings bei Autofahrern wie bei Heizölkäufern für strahlende Gesichter. Kurz vor Weihnachten sind die Preise sehr niedrig und das könnte noch eine ganze Weile so bleiben.

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