Folgen billigen Öls

Opec-Länder versuchen weiterhin Konkurrenten zu verdrängen. Dies kann Auswirkungen auf den Ölpreis bedeuten.

24.04.2015

Der Heizölpreis bewegte sich in dieser Woche bis auf einen kurzen Einbruch am 22. April wenig - wie auch der Ölpreis. Die Ausgangssituation für Rohöl bleibt nach wie vor gleich: Hohes Angebot und vergleichsweise niedrige Nachfrage drücken den Preis. Gelegentliche Preisspitzen werden als Gegenbewegung gewertet. In den USA zeichnet sich weiter ein niedrigeres Fördervolumen ab. Doch die Opec-Länder benötigen einen langen Atem, wollen sie den unliebsamen Konkurrenten aus dem Markt drängen. 

Dieser Verdrängungswettbewerb geht weiter zulasten der weniger solventen Förderländer. Dringend benötigte Investitionen in die Ölbranche werden ausgesetzt oder gleich ganz gekappt. Was dies für die Zukunft bedeutet, ist klar: Öl könnte nach dem Preiskampf deutlich teurer werden als zuvor. Aktuell kämpfen jedoch die Konzerne nicht nur mit dem eingebrochenen Preis, sondern im Falle von Brasilien auch mit Altlasten: Der Korruptionsskandal kostet den staatlichen Ölförderer Petrobras Milliarden, wie das Manager Magazin schreibt. Auch diese fehlen nun, um die extrem teuren Ölfelder in der Tiefsee vor der brasilianischen Küste auszubeuten.

Stellenstreichungen und das Einstellen von Bohrvorhaben scheint den Opec-Ländern in die Karten zu spielen - die US-Fracking-Industrie bröckelt. Dies berichtet auch Wallstreet Online. Gewinner könnte auch künftig der Iran sein, der noch immer auf Millionen Barrel Rohöl sitzt, die er wegen des Embargos nicht verkaufen darf. Doch noch füllen sich die US-Lager, in dieser Woche mit immerhin 5 Millionen Barrel. Wann der Turnaround kommen wird, ist noch nicht abzusehen. 

Für Heizölkäufer relevant ist außerdem der Eurokurs, der sich weiter nicht erholt. Griechenlands Schuldenkrise erschüttert weiter das Vertrauen des Finanzmarktes und lässt Gelder eher in den Dollar fließen, wo eine Zinswende in diesem Jahr erwartet wird. Diese könnte in der jetzigen Situation den Preisverfall des Euro noch beschleunigen, aber noch sind die konjunkturellen Voraussetzungen nach Meinung der US-Fed nicht vorhanden. Es gilt also weiterhin, den Markt tagesgenau zu beobachten.

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