Geostrategischer Rohstoffpoker

Krim-Abstimmung über Verbleib in der Ukraine. Heizölpreise derzeit noch recht günstig.

14.03.2014

Am kommenden Sonntag stimmt die Krim über ihren weiteren Verbleib in der Ukraine ab und es darf angenommen werden, dass sich die russischsprachige Mehrheit in diesem Landesteil der Russischen Föderation anschließen will. Was daraufhin für Sanktionen folgen, hat wahrscheinlich direkten Einfluss auf die Ölpreise. Denn Öl und Gas ist für Russland zu einem geostrategischen Druckmittel geworden. Ungeachtet der Krise baut Russland dieses gewichtige Machtmittel aus, indem der Staatskonzern Gazprom einen großen Teil der deutschen Gasspeicher übernimmt, wie BASF mitteilt. Im Gegenzug darf die BASF-Tochter Wintershall zusammen mit Gazprom sibirische Erdgasvorkommen erschließen.

Damit begibt sich Deutschland nach Öffnung der Nordstream-Pipeline weiter in die russische Rohstoffabhängigkeit. Starke Reaktionen auf die russische Ausweitung ihrer Einflusssphäre auf die Krim ist daher nicht zu erwarten - nicht von Deutschland. Sanktionen sind dennoch zu befürchten, und die könnten auch das Öl verteuern. Noch dümpelt der Preis der beiden Leitsorten wie auch für Heizöl eher vor sich hin, trotz Krise recht günstig, was sich aber nach wirtschaftlichen Sanktionen ändern könnte. Entsprechend halten viele Deutsche nichts davon, ermittelte die Deutsch-Russische Außenhandelskammer nach einem Bericht des Handelsblattes.

Auch die vom russischen Staat getragene Zeitung "Russland Heute" ist sich deshalb schon sicher, dass Russland möglichen Sanktionen gelassen entgegensehen kann: Die Sanktionen träfen wie ein Bumerang auch die EU.  Klar wird, dass der Krieg längst begonnen hat, allerdings mit anderen Waffen geführt wird. Geostrategisch pokern der Western und Russland im Augenblick darum, ob sich US-Gas und Erdöl oder russische Energie in Europa durchsetzen wird. Das Nachsehen hat derzeit die Ukraine.  

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