Griechenland sagt "Ja", Iran von Sanktionen befreit

Griechenland stimmt den Bedingungen aus Brüssel zu. Abstimmung der Bundesbank steht noch aus.

17.07.2015

Gleich zwei Paukenschläge beeinflussten in dieser Woche den Ölpreis: Mittelbar das griechische "Ja" zum Reformpaket aus Brüssel, unmittelbar die Einigung mit dem Iran im Atomstreit. Griechenland akzeptiert, zähneknirschend, die Bedingungen der Geldgeber aus Brüssel. Ein Grexit ist damit noch nicht vollends vom Tisch. Nun müssen die Reformen umgesetzt werden, damit das Geld weiter fließt und das Land nicht in die Pleite rutscht. Über den weiteren Geldfluss muss auch der deutsche Bundestag abstimmen, eine Mehrheit für die finanziellen Hilfen gilt jedoch als sicher. Der Dax profitierte davon seit Anfang der Woche. Dennoch warnen Analysten vor zu großer Euphorie, meldet n-tv. Die Gefahr ist noch nicht gebannt. 

Der Euro konnte von der positiven Stimmung an der Börse jedoch nicht profizieren. Er bleibt weiterhin geschwächt, dies vor allem durch die noch immer über ihm drohende Zinswende in den USA. In dieser Woche hatte US-Fed-Chefin Janet Yellen von einer Zinswende noch in diesem Jahr gesprochen. Dies meldet unter anderem die WirtschaftsWoche. Zeitlich festlegen wollte sie sich noch nicht, sprach allerdings von einer guten Konjunktur und dies mehrt die Anzeichen, dass es in den kommenden Monaten soweit sein könnte. Erhöhen sich die Zinsen in den USA, gerät der Euro als Investmentobjekt weiter unter Druck und könnte somit weiter fallen. Dies verteuert Rohölimporte nach Deutschland und in die EU.

Gegensteuerndes Element zu dieser Entwicklung bleibt die globale Überversorgung mit Rohöl. Nach Meldungen des Handelsblattes prognostiziert die Internationale Energieagentur einen weiter fallenden Ölpreis. Nach Aufhebung der Sanktionen gegen den Iran könnte 2016 iranisches Rohöl auf den Weltmarkt fließen. Schnell abgebaut werden die Sanktionen dennoch nicht. Jedes Land, dass sich an dem Embargo der vergangenen 13 Jahre beteiligt hat, setzt nun eigene Mechanismen in Gang, um diese Sanktionen rechtlich aufzuheben. Dreh- und Angelpunkt dabei ist das US-amerikanische Recht, so die Legal Tribune. Auch nur geringe Berührungspunkte damit machen den Abbau schwierig, denn noch hat Präsident Obama innenpolitisch damit zu kämpfen, die Sanktionen abzubauen. Verzögerungen dort bedeuteten Verzögerungen für die mit der US-Wirtschaft verbundenen Unternehmen. Umgekehrt bedeutet der Sanktionsabbau vermutlich einen wirtschaftlichen Aufschwung für den Iran, der bald auf seine Auslandsmilliarden wieder zugreifen kann - und endlich sein gelagertes Rohöl exportieren darf. Hier liegt also noch Potenzial für eine weitere Verbilligung von Rohöl und Heizöl.

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