Harter Brexit und weniger Öl

Opec-Länder halten sich an die Vereinbarung. Theresa May will harten Schnitt mit der EU.

20.01.2017

Entscheidend voran kam der Ölpreis in dieser Woche aus Sicht der Opec nicht. Dennoch ist festzuhalten, dass die Förderkürzung offenbar erfolgreich ist. Laut Internationaler Energieagentur übersteigt die Ölnachfrage im Augenblick das Angebot. Das würde darauf hindeuten, dass die konzertierte Opec-Nicht-Opec-Aktion der Förderkürzung bereits jetzt Wirkung zeigt. Die Opec ist davon überzeugt, dass ein steigender Ölpreis das Erschließen neuer Ölfelder vorantreiben wird - keine brandneue Information, klingt dies doch eher, als verleihe die Opec einer Hoffnung Ausdruck. Venezuela, Saudi-Arabien, Kuwait und sogar der mit Skepsis betrachtete Irak scheinen sich an die Vereinbarung zu halten, so das Handelsblatt.

Die Lagerbestände von Öl in den OECD-Ländern ist außerdem laut Internationaler Energieagentur zum vierten Mal in Folge gefallen. Auch das dürfte der Opec in die Hände spielen. Sie geht davon aus, dass sich Mitte des Jahres Angebot und Nachfrage die Balance halten werden - weshalb die Vereinbarung, weniger Öl zu fördern, nur für ein halbes Jahr gilt. Danach soll sie neu überprüft werden. Klar ist, dass die US-amerikanische Schieferölindustrie langsam wieder an Fahrt aufnimmt. Ein höherer Ölpreis bedeutet, dass sie wieder effizienter produzieren kann. Modernste Technologien senken zudem den Förderpreis. Also kann davon ausgegangen werden, dass die Strategie der Opec, die US-Amerikaner zu schwächen, erst einmal nicht aufgegangen ist.

Das Portal OilPrice.com zitiert die IEA, wonach die US-amerikanische Ölindustrie aus dem Preiskampf fitter hervorgegangen ist als sie zuvor war. 170.000 Barrel mehr wird sie in diesem Jahr produzieren. Je eher sie sich erholt, desto mehr wird sie der Opec-Vereinbarung den Wind aus den Segeln nehmen. Immerhin kann die aktuelle Situation dazu beitragen, die globalen Reserven an Öl abzuschmelzen, was ja offenbar schon geschieht. Ob dies den Ölpreis jedoch entscheidend nach oben treiben wird, ist derzeit noch nicht abschätzbar. Entscheidend wird sein, ob die Opec in allen an der Vereinbarung beteiligten Ländern die Förderkürzung durchsetzen wird. Bislang sprechen die ersten Zahlen dafür. Seit Dezember ist der Opec-Output um 320.000 Barrel pro Tag gefallen.

Das britische Pfund ist derweil in dieser Woche unter Druck geraten. Die britische Premierministerin Theresa May hat angekündigt, einen "harten Brexit" anzustreben, so das Manager Magazin. Das bedeutet im Grunde, dass Großbritannien keine wie auch immer geartete Assoziation mit der Europäischen Union aufrechterhält - keinen gemeinsamen Binnenmarkt, keine Zollunion, kein "norwegisches Modell". Ende März soll das Austrittsgesuch in Brüssel eintreffen. In zwei Jahren sollen die Verhandlungen abgeschlossen sein. Dies könnte negative Auswirkungen auf die deutsche Wirtschaft haben, so die Deutsche Welle. Zölle könnten für deutsche Unternehmen, die vor allem nach Großbritannien exportieren, schwere Zeiten heraufbeschwören, das derzeit schwache Pfund drückt sowieso bereits auf die Exportzahlen.

Vor allem im Finanzsektor werden massive Schwierigkeiten befürchtet. So beschleunigt derzeit die Deutsche Börse AG ihren Fusionsplan mit dem britischen Konkurrenten London Stock Exchange. Auch die Autobranche könnte es treffen, zum Beispiel BMW. Bislang gibt sich BMW gelassen. Zehn Prozent der Autoproduktion verkauft BMW in Großbritannien, besitzt in Mini und Rolls Royce dort Tochterfirmen. Opel verkauft über seine Schwestermarke Vauxhall dort so viel Autos wie in keinem anderen europäischen Land. 

 

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