Brexit: Massive Turbulenzen

Russland will staatlichen Ölkonzern verkaufen. Briten stimmen mit knapper Mehrheit für Brexit.

17.06.2016

In dieser Woche bestimmte vor allem das Thema Brexit den Markt. Gestern waren die Briten aufgerufen, über den Austritt Großbritanniens aus der Europäischen Union abzustimmen. Die Demoskopen sahen ein Kopf-an-Kopf-Rennen der EU-Befürworter und der "Leave"-Bewegung. Der Dax allerdings sah der Abstimmung optimistisch entgegen und startete am Tag des Referendums mit einem Plus in den Tag. Die Ölnotierungen am Markt fielen jedoch wieder zurück - nachdem für die aktuellen Lagerzahlen aus den USA ein überraschend starker Rückgang prognostiziert wurde. Der ist allerdings nicht eingetreten: laut Department of Energy haben die USA nur 0,9 Millionen Barrel weniger Rohöl in ihren Lagern.

Russland plant offenbar, einen Teil seines staatlichen Ölkonzerns Rosneft an China oder Indien zu verkaufen. Das berichtet die Süddeutsche. Das würde elf Milliarden US-Dollar in die klamme russische Staatskasse spülen. Der Deal Russlands mit Indien und China deutet darauf hin, dass die Länder ihre Beziehungen vertiefen wollen. Die asiatischen Nachbarn könnten gemeinsam darin investieren. Immerhin gehören beide zu den energiehungrigsten Ländern der Welt und arbeiten vertrauensvoll mit der Regierung in Moskau zusammen. China bunkert bereits jetzt fleißig Öl vom Weltmarkt. Bereits jetzt ist Rosneft mit China vertraglich verbunden: der Konzern soll bis 2038 360 Millionen Barrel Öl ins Land liefern. Das meldet das Handelsblatt.

Nun, am Ende der Woche, überstürzen sich jedoch die Ereignisse am Markt. Das Brexit-Referendum ist vorbei. 52 Prozent der Briten stimmten für einen Austritt aus der EU. Der Dax brach um zehn Prozent ein, das Pfund und der Euro stürzten am Devisenmarkt ab. Auch der Ölpreis rutschte mit ab. Sicherheit wird derzeit am Markt ganz groß geschrieben, entsprechend explodierten die Goldpreise. David Cameron, der als britischer Premier das Referendum initiiert, aber auch für einen Verbleib in der EU geworben hatte, tritt im Herbst zurück. Panik erfasste die Börsen kurz nach Bekanntwerden des Votums, berichtet der britische Guardian. Der Grund: Viele hatten aufgrund der marginalen Führung der EU-Befürworter in den letzten Umfragen auf das britische Pfund und englische Wertpapiere gesetzt.

Wie sich die ökonomische Lage nun weiter entwickelt, ist völlig unklar. Im Augenblick fährt der Markt auf Sicht und versucht, die Verluste zu begrenzen. "After the vote, chaos" titelt der britische Economist. Klar ist, dass sich die Austrittsverhandlungen über Jahre hinziehen können - mit einem harten Kurs der EU gegenüber Großbritannien, um mögliche weitere Austrittskandidaten frühzeitig abzuschrecken. Auch hier hat der Economist zusammengestellt, wie es nun weitergehen könnte mit Großbritannien: mit einem Status wie Norwegen oder gar ganz unter den Regeln der WTO wie die USA oder China? Die kommenden Monate und Jahre werden zeigen, wie deutlich sich die Europäische Union von Großbritannien absetzen wird und wie viel die wahrscheinlich neue britische Regierung unter einem neuen Premier aus den Verhandlungen für die Insel herausschlagen kann.

Sicher ist derzeit nur eines: Heute heißt es "Good bye, Britannia".

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