Hohe Volatilität

Venezuela mit starken Ressourcen aber kaum Möglichkeiten zur Förderung. Auch Ölkonzerne mit Problemen.

06.02.2015

Am Ölmarkt gehen die Turbulenzen weiter. Der Zickzack-Kurs des Öls reagiert derzeit täglich auf die Eindrücke, die Investoren vom Markt erhalten: hohe Lagerbestände in den USA ließen ihn steigen, Streiks und gekappte Investitionen fallen. Wieder ist eine Menge Psychologie im Spiel. Der Heizölpreis kennt seit einigen Tagen jedoch nur eine steigende Tendenz, wohl auch bedingt durch Nachkäufe angesichts der Witterung und des noch verhältnismäßig günstigen Preises.

Dennoch täuscht der Schlingerkurs an der Börse nicht darüber hinweg, dass viele Länder in massive Schwierigkeiten kommen, allen voran Venezuela, so das Oil and Gas Journal. Das Land habe gewaltige Ressourcen, aber nicht die Kapazität, sie zu fördern. Venezuela steht stellvertretend für viele weitere, auch afrikanische Länder der Opec, deren Haushalte durch den Einbruch des Ölpreises in Schwierigkeiten geraten werden. 

Auch die Ölkonzerne kämpfen mit dem niedrigen Preis, meldet das Handelsblatt. Die Energieriesen verzeichnen bereits Gewinneinbußen. Dies belastet ihre Aktien. Ölbohrprojekte werden in frühen Phasen abgesagt oder auf die lange Bank geschoben, erste Fracking-Firmen in den USA gehen bankrott. Damit scheint die Opec, allen voran Saudi-Arabien, einen Sieg im Kampf um den Ölmarkt davonzutragen. 

Wer im Kampf um die Schuldenkrise in Griechenland siegen wird, ist dagegen weiter offen. Diese Woche startete Griechenland eine Charme-Offensive, Ministerpräsident Tsipras traf seinen Amtskollegen Renzi in Rom, Finanzminister Varoufakis konferierte mit dem deutschen Finanzminister Schäuble. Einen Kollaps wollen alle Beteiligten verhindern, doch die Zeit wird knapp: Ende Februar benötigt die griechische Koalitionsregierung wieder frisches Geld. Vor dem Wie steht allerdings die Frage, ob sie Geld erhält, solange sie nicht mit der Troika zusammenarbeitet.

Dieser Streit legt sich weiter belastend auf den Euro, so dass von dieser Seite aus keinerlei weitere Impulse für den Heizölpreis zu erwarten sind. Zumal die EZB bereits mit Anleihekäufen begonnen hat und weiter viel Geld in den Markt pumpt. Demzufolge wird der Euro weiter schwach bleiben und damit Importe tendenziell eher verteuern.

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