IEA: Ölpreis erst 2020 bei 80 Dollar

Neuausrichtung für Ölkonzerne notwendig. Güte Nachrichten für Heizölkäufer.

13.11.2015

Nach einer Prognose der Internationalen Energieagentur wird der Ölpreis erst im Jahr 2020 wieder die 80-Dollar-Marke knacken. Das berichten zahlreiche Medien, darunter CNBC. Sollte diese Prognose zutreffen, brechen für die Ölkonzerne schwere Zeiten an. Sie müssen sich überlegen, wie sie ihr Geschäftsmodell in den kommenden fünf Jahren neu ausrichten. Ähnliches gilt für Länder, deren Staatshaushalt zum Großteil aus Verkäufen von Erdöl finanziert wird - zum Beispiel Nigeria, Angola, Venezuela, aber auch Russland. 

Wegbrechende Gewinne aus dem Ölgeschäft führt derzeit bei vielen Konzernen zu Sparmaßnahmen. Tausende Jobs weltweit sind gefährdet oder bereits gestrichen. Neue Bohrvorhaben, vor allem auf dem amerikanischen Kontinent, werden verschoben oder gestoppt. Denn das Ölfördern ist dort besonders teuer, beispielsweise das Gewinnen von Ölsand oder die Seebohrungen vor Brasiliens Küste. Staaten wie Saudi-Arabien ziehen Auslandsinvestitionen ab, um ihre Wirtschaft zu stützen. Für Venezuela sieht die Lage besonders schlimm aus, die Inflation liegt dort mittlerweile bei über 800 Prrozent. Laut "Fortune" befindet sich die Wirtschaft dort kurz vor dem Kollaps.

Nicht ganz so dramatisch ist die Lage in Russland. Der freigegebene Rubel kostet mittlerweile doppelt so viele Dollars als noch vor anderthalb Jahren, doch vor allem der schwache Ölpreis zog die Wirtschaft in Mitleidenschaft. Denn sie war bereits durch die Sanktionen wegen der Ukraine-Krise angeschlagen. Die NZZ meldet, dass das Defizit in diesem Jahr bei vier Prozent liegen könnte. Die Inflation liegt derzeit bei 16 Prozent gegenüber dem Vormonat. 

Dennoch weist die IEA darauf hin, dass es ein Risiko der Preisstagnation gäbe - also dass der Ölpreis auch in fünf Jahren noch um die 50 oder 60 Dollar pro Barrel koste. Die Aussage ist schwammig, dokumentiert aber die große Unsicherheit, mit der selbst Organisationen wie die IEA derzeit umgehen müssen. Denn allgemein tradierte Gesetzmäßigkeiten des Marktes funktionieren derzeit überhaupt nicht. Bis auf eines: ein riesiges Überangebot bei einer Nachfrage, die da nicht mithalten kann, drückt den Preis.

Der lag in dieser Woche wiederum bei um die 48 Dollar pro Barrel, bei kleineren Ausschlägen nach oben und nach unten. Zeitweilig schloss sich die Preisschere zwischen WTI und Brent wieder ein wenig. Für Heizölkäufer aber bleibt es bei einem günstigen Preis in diesem Jahr, der um die 30 bis 40 Prozent niedriger liegen dürfte als im vergangenen Jahr. 

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