Kampf gegen "IS", Shell kürzt Investitionen

Lagerzahlen in den USA gestiegen. Öl-Konsum in Asien höher als in den USA.

27.11.2015

Beherrschende Faktoren in dieser Woche für den Ölpreis waren der Abschuss des russischen Jets durch das türkische Militär sowie die wieder gestiegenen Lagerzahlen in den USA. Der Streit zwischen Russland und der Türkei hatte sich aufgeschaukelt, doch das Anrufen der Nato durch die Türkei zwecks Konsultationen brachte eher Beruhigung in die Lage. Die Nato hat keinerlei Interesse, die ohnehin kühlen Beziehungen zu Russland weiter zu beschädigen. Hinzu kommt, dass Frankreichs Präsident Hollande weiter an einer breiten Allianz gegen den sogenannten "Islamischen Staat" bastelt.

Dazu traf er sich nicht nur mit US-Präsident Obama, sondern auch mit Kanzlerin Angela Merkel und Russlands Präsident Wladimir Putin. Ergebnis dieser Gespräche: Deutschland schickt Aufklärer und logistische Unterstützung in den Kampf, berichtet die "Zeit". Putin versprach, die syrischen Rebellen, die gegen Machthaber Assad kämpfen, künftig bei Luftangriffen zu verschonen. Dabei befindet sich Russland mittlerweile mittendrin in der schwierigen Gemengelage im Nahen Osten. Nach Einschätzung der "Welt" droht der russischen Armee ein Desaster. Die Erfolge im gemeinsamen Kampf mit Assads Truppen gegen die gemäßigten Rebellen scheinen minimal, trotz massiver Luftschläge. Schuld daran sind ausländische Waffen, die in den Händen dieser Rebellen den Kampf deutlich erschweren. 

Der Ölpreis reagierte im Laufe der Woche eher gelassen auf die Nachrichten aus Syrien. Er geriet wieder ins Hintertreffen und verlor im Laufe der Woche erneut - gute Nachrichten für Heizölkäufer, die sich darauf allerdings nicht verlassen sollten. Denn die vergangenen Wochen und Monate habe gezeigt, wie volatil der Preis sein kann und wie nervös der Markt reagieren kann.

Auch die schlechten Nachrichten für das globale Ölgeschäft reißen nicht ab. So hat Royal Dutch Shell im dritten Quartal einen Verlust von 6 Milliarden Dollar bekanntgegeben, meldet das Branchenportal Oilprice.com. Der Konzern hat bekanntgegeben, dass nun weniger Projekte vorangetrieben werden, Explorationsprojekte werden massiv auf Einsparpotenziale abgeklopft. So soll ein neu entdeckte Feld im Golf von Mexiko untersucht werden - das kann von nahen Shell-Plattformen aus deutlich kostengünstiger geschehen, als wenn Shell von Null beginnen würde. Aus diesem Grund steht dieses Projekt nun hoch in der Prioritätenliste des Ölförderers.

Gewinner des Ölpreisrückgangs sind laut Wirtschaftsdienst Bloomberg die weltgrößten Raffinieriewerke. Vor allem asiatische Raffinierer reiben sich die Hände, denn der Konsum in Asien liegt höher als in den USA. Am 4. Dezember treffen sich die Opec-Staaten erneut in Wien. Iran will dann offenbar seine Produktionssteigerung um 500.000 Barrel pro Tag ankündigen, den Preis also noch mehr unter Druck setzen und die asiatischen Raffinerien noch froher stimmen. 

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