Tendenz steigend

Waldbrände in Kanada lassen Ölpreise steigen. Rebellen sprengen Anlagen in Nigeria.

27.05.2016

Die Ölpreis zeigten in dieser Woche eine Tendenz zu deutlich festerem Preis. Dennoch blieb der Markt auch diesmal vor Schwankungen nicht verschont. Die Waldbrände in der kanadischen Provinz Alberta breiteten sich nach "Tagesschau"-Angaben überraschend nach Norden aus. Dort liegen weitere Förderanlagen für Ölsand. Zuvor waren bereits Teile der Öl-Stadt Fort McMurray ein Opfer der Flammen geworden. Das hat auch den Ölpreis weiter in die Höhe getrieben. Die Produktionsausfälle waren in dieser Woche jedoch bereits eingepreist. Entsprechend stiegen die Preise sowohl für Rohöl als auch für Heizöl.

Nicht nur die Waldbrände in der kanadischen Provinz Alberta treiben derzeit den Ölpreis voran. Auch die Hoffnung, dass die Förderländer tatsächlich nicht mehr so viel Öl fördern, besteht offenbar immer noch. Die Realität sieht anders aus. Vor allem der Iran treibt den Ausbau seiner Förderung voran, er möchte auf ein Förderniveau kommen, dass genauso hoch wie vor dem Embargo liegt. Gleichzeitig verfolgt Russland das Ziel, sein Urals-Öl vom Dollar abzukoppeln, um damit weniger abhängig von künftigen Preisschwankungen zu sein, so das Handelsblatt.

Ganz so schwachbrüstig scheint die iranische Wirtschaft jedoch nicht sein, dass sie auf das schnelle Hochfahren der Ölproduktion angewiesen sein könnte, mutmaßt CNBC. Denn die Sanktionen gegen das Land könnten der Wirtschaft sogar geholfen haben. Deutlich abhängiger vom Ölexport sind jedoch Länder wie Venezuela und Nigeria. In dem südamerikanischen Land sägt die Opposition am Sessel von Präsident Maduro, der keinerlei Reformen angehen möchte. Die Wirtschaft liegt am Boden, die Inflation steigt - und damit offenbar auch das Risiko einer offenen Eskalation in Venezuela. Mittlerweile hat Maduro den Ausnahmezustand verhängt, so die Neue Zürcher Zeitung.

In Nigeria, wo wie in Venezuela ebenfalls Produktionsausfälle zu verzeichnen sind, kämpfen mittlerweile Rebellen dafür, dass die Bevölkerung am Ölreichtum des Landes beteiligt wird. Um ihrer Forderung Nachdruck zu verleihen, sprengen sie Anlagen, berichten "Spiegel Online" und die Süddeutsche. Diese hat in einem Artikel zusammengefasst, wie die Lage derzeit am weltweiten Ölmarkt aussieht: ein Defizit könnte entstanden sein, das den Preis deshalb noch nicht deutlicher treibt, weil noch sehr viel Öl rund um die Welt auf Halde liegt. Dennoch glaubt die Zeitung, dass es einen so hohen Preis von über 100 Dollar pro Barrel erst einmal nicht mehr geben wird.

Entscheidend wird auch der Europreis in der kommenden Woche sein: Anzeichen verdichten sich, dass die nächste Zinserhöhung in den USA doch schneller eintreffen wird als gedacht. Die guten Wirtschaftsdaten zeigen, dass sich die US-amerikanische Wirtschaft gut erholt, mithin ein weiterer Zinsschritt vertretbar sein könnte. Darauf weisen aktuelle Protokolle der vergangenen Fed-Sitzung hin. Das wird den Dollar gegenüber dem Euro aufwerten - die Euro-Kaufkraft für Produkte aus dem Dollarraum sinkt also, damit auch die Kaufkraft der europäischen Heizölhändler.

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