Kommt der Quotendeckel?

Nigeria rutscht in eine bedeutende Wirtschaftskrise. Kämpfe um Ölanlagen in Libyen

23.09.2016

In der kommenden Woche treffen sich Vertreter aus Ölförderländern in Algerien, um erneut über eine Förderbegrenzung beim Rohöl zu sprechen. Noch immer gibt es Hoffnung, dass die Ölförderländer auf dieser Konferenz eine Einigung erreichen und die Ölförderung zumindest deckeln. Das würde die Preise stabilisieren. Geschürt wird diese Hoffnung erneut durch eine Äußerung des iranischen Präsidenten Rohani. Nach Handelsblatt-Angaben hat dieser stabile Preise angemahnt. Möglicherweise ist dies ein Signal an Saudi-Arabien, dass eine Einigung möglich ist. Der Iran hatte in einer ersten Konferenz eine Förderbegrenzung abgelehnt, weil ihre Fördermenge noch nicht das Niveau von vor dem Embargo erreicht hatte. Dies könnte jedoch bald der Fall sein. Mittlerweile ist der Iran schon bei 3,6 Millionen Barrel Förderleistung pro Tag angekommen. Saudi-Arabien und der Iran tragen auch über das Öl ihren Konflikt aus, bei dem es um die Vorherrschaft im Nahen Osten geht.

Es fließt wieder mehr Rohöl auf den Markt aus Nigeria. Das hat das Land auch bitter nötig: Mittlerweile ist der Staat in eine schwere Wirtschaftskrise geschlittert. Das meldet unter anderem die Tagesschau. 70 Prozent der Einnahmen des Staates stammen aus Ölgeschäften. Hinzu kommen Rebellen, die mehr Geld aus dem Öleinnahmen fordern und deshalb die Pipelines und Förderanlagen beständig sabotieren. In Libyen sind jedoch die Kämpfe um wichtige Ölanlagen wieder aufgeflammt.  Der zur Gegenregierung in Tobruk haltende General Haftar hatte nach eigener Aussage den wichtigsten Ölhafen sowie die Raffinerie und Terminals von Ras Lanuf unter ihre Kontrolle gebracht. Mehr Informationen darüber hat die NZZ gesammelt.

Die Prognosen des API hatten außerdem in dieser Woche den Rohölpreis steigen lassen. Anschließend wurde ihre Prognose bestätigt, sie reicht sogar recht nahe an die tatsächlichen Zahlen heran. Das Department of Energy meldet einen Rückgang der Lagermengen in den USA um mehr als 6 Millionen Barrel, 7,5 Millionen hatte das API prognostiziert. Dementsprechend reagiert der Preis, vor allem WTI steigt an. Die Zahl der Ölbohrlöcher in den USA beträgt mittlerweile 506 laut Branchendienst von Baker Hughes - ein deutlicher Anstieg im Verlauf der vergangenen drei Monate.

Indessen hat der Bundestag den langsamen Abschied von fossilen Brennstoffen wie Erdöl eingeleitet. Er ratifizierte das Pariser Klimaabkommen, so das Handelsblatt. Auch andere Staaten drücken hierbei aufs Tempo, allerdings weniger aus Gewissensgründen, sondern bevor es in den USA zur Wahl kommt. Dann könnte möglicherweise ein Präsident Trump das Abkommen einseitig aufkündigen. Das meldet unter anderem der Berliner Tagesspiegel. Ob die kommende Konferenz nun den Ölpreis wieder in die Höhe treiben kann, ist fraglich. In der beginnenden Heizperiode sind die Heizölpreise auf einem attraktiven Niveau.

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